Äpfel, Wein und Speck – Chillen am Kalterer See

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hallo meine Lieben,

ich habe mir vier schöne Tage in Südtirol am Kalterer See gegönnt und weil es so toll dort ist, schreib ich mal schnell eben einen Artikel für den Blog.

Leser meines Instagram-Accounts wissen, dass ich mit Petrus im Streit bin. Wir sind uns nicht einig über das Wetter. Der alte Mann da oben will nicht verstehen, dass ich keinen Regen und erst recht keinen Schnee haben möchte. Er hat mir schon viele Events versaut, mit seiner depperten Regenmaschine, die er gerne mal im Sommer anwirft wenn wir Menschen grillen oder nur am See liegen möchten. Südtirol wollte ich mir unter keinen Umständen vermiesen lassen also reiste ich inkognito.

Bei der Anreise und am ersten Tag war das Wetter bombastisch. Man kann in Südti-rol wirklich noch den Sommer für ein paar Tage verlängern. Am zweiten Tag hatte mich Petrus allerdings entdeckt und ließ es natürlich regnen. Es gibt doch nix schlimmeres als einen alten, rachsüchtigen Greis. Ich wandte sofort ein Voodoo-Ri-tual an und schwupp, am dritten Tag gab’s wieder Sonne satt:

Kalterer See 

Kaltern ist eine Marktgemeinde und liegt am Fuße des Mendelkamms, etwa 15 km südwestlich von der Landeshauptstadt Bozen. In Bozen könnt ihr für 9 Euro den alten Ötzi besuchen. Bitte lange Wartezeiten am Museum einplanen. Ich hab die lange Wartezeit nicht in Kauf genommen da es genug alte Männer in meinem Leben gibt, die ich kostenlos betrachten kann 🙂 Bozen selbst hat mir nicht so gut gefallen (eigentlich gar nicht) und ich frage mich, weshalb viele Leute behaupten, Bozen sei ein Shoppingparadies. Da empfehle ich lieber, einen Ausflug nach Meran zu machen. Das kleine Städtchen ist schon eher nach meinem Geschmack. Hübsche mittelalterliche Altstadt mit mediterranem Flair, nette Boutiquen, Restaurants und der botanische Garten.

Doch zurück zum Kalterer See, der eingebettet in einem einzigartigem Rebenmeer im Ortsteil St. Josef liegt. Die Kombination Wein und See haben Kaltern bekannt gemacht. Zum Baden ist es Anfang Oktober fast schon zu kalt, wobei ich einige fanatische Schwimmer gesichtet habe.  Für einen Badeurlaub im Sommer ist jedenfalls allerhand geboten denn wer nicht schwimmt, kann sich ein Tretboot mieten oder sich auf einem Surfbrett vergnügen.

Seerundwanderweg

Jawoll, ich habe auf dem Seewanderweg den See umrundet. Das hört sich großmäch-tig an aber soooo groß ist der See gar nicht. Ich empfehle diese Wanderung sehr ger-ne denn die Gegend dort ist einfach sehenswert. Ausgangspunkt ist der Parkplatz beim Seebad LIDO. Der Wanderweg ist beschildert, da kann nicht mal ich mich ver-laufen. Man geht in Richtung Norden zum Gasthaus Geier und dahinter beginnt der schmale Wanderweg. Leider ist nix mit einsam dahinspazieren es wimmelt dort ge-radezu vor Radfahrern und Wanderern. Nervig aber dafür ist man vor Serienmör-dern sicher 🙂

Apfelernte

Das müsst ihr aber jetzt zugeben, dass es nix schöneres gibt, als am Baum hängende, leuchtend rote Äpfel zu betrachten. Da kann nur die Auslage bei Hermes oder Chanel mithalten, oder?

Ich war diesmal genau zur Apfelernte am Kalterer See. Wusstet ihr, dass Südtirol das größte zusammenhängende Apfelanbaugebiet Europas ist? Es stammen über 12 % der europäischen Apfelernte aus Südtirol. Es ist einfach herrlich zu sehen, wie diese wunderschönen Äpfel an den Bäumen hängen (leider muss ich euch – falls es diesbe-züglich irgendwelche Phantasien gibt – sagen, dass Apfelpflücker keine knackigen sexy Kerlchen sind. Ich hab mir die Typen genau angeschaut, denn die Äpfel wurden direkt vor unserer Nase geerntet. Das ist richtig harte Arbeit). Es gibt 11 Apfelsorten, welche die europäische Ursprungsbezeichnung „Südtiroler Apfel g.g.A.“ (geschützte geografische Angabe) tragen dürfen. Die Bezeichnung g.g.A. ist Garant für die geprüf-te Qualität des Südtiroler Apfels. Leider bekommen die Apfelbauern viel zu wenig Geld für ihre Äpfel aber das ist ein anderes Thema.

Südtirol hat einen besonders fruchtbaren Boden und zeichnet sich durch naturnahe und umweltschonende Anbaumethoden aus. Schädlinge werden auf natürliche Wei-se bekämpft, es wird ausschließlich gesundes Pflanzenmaterial verwendet. Südtiro-ler Äpfel verfügen über eine gute Haltbarkeit. Äpfel sollten an einem kühlen, trocke-nem und abgedunkelten Ort gelagert werden. Die Raumtemperatur sollte darf 10 Grad nicht übersteigen. Außerdem sollte in jeder Kiste immer nur eine Apfelsorte gelagert werden. Klugscheißermodus aus 🙂

Essen in Südtirol

Natürlich kann man nicht von Äpfeln allein leben. Weil die Südtiroler das wissen, verwöhnen sie uns mit gutem Wein und Speckplatten. Südtiroler Speck ist ganz be-sonders und ich verrate euch, warum das so ist:  Nördlich der Alpen wird der Schin-ken durch Räuchern haltbar gemacht und im südlichen Italien wird der Schinken an der Luft getrocknet. Die cleveren Südtiroler haben beide Herstellungsverfahren kombiniert.

Ich persönlich stehe mehr auf Nudeln als auf Speck und darum muss ich euch zei-gen, was es bei der „Gretel am See“ Gutes zu essen gibt:

Ich schwöre, dass dies die besten „mediterranen Spaghetti“ sind, die ich jemals ge-gessen hab. Leider rückt der Koch das Rezept nicht raus. Im Verlaufe des Gesprächs ließ ich zwar geschickt einfließen, dass ich Beziehungen zur Mafia unterhalte, die ihm ein Angebot unterbreiten werden, welches er nicht ablehnen kann aber der Mann blieb völlig unbeeindruckt. Der Versuch war es wert 🙂

So, jetzt gibts noch ein paar Infos für die Schlucklippen unter euch: In Südtirol wer-den über 20 verschiedene Rebsorten angebaut. Jährlich werden ca. 400.000 bis 500.000 Hektoliter Wein produziert, davon 65 % Rotwein und 35 % Weißwein.

Ich bin ja eher Rotweintrinker und freue mich besonders über ein Glas Lagrein oder Merlot. Es gibt aber auch Blauburgunder, Cabernet und Rosenmuskateller. Die Ver-natschrebe ist Südtirols wichtigste Rebsorte und nimmt ca. 60 % der Anbaufläche ein.

Führend bei den Weißweinen sind der Weißburgunder und Chardonnay. Die restli-chen Sorten sind euch von Namen her sicher bekannt: Gewürztaminer, Ruländer, Riesling, Sylvaner, Welschriesling, Sauvignon und Goldmuskateller.

Nicht, dass ihr jetzt denkt, dass ich diese Kenntnisse dadurch gewonnen habe, weil ich all diese Sorten probiert hab. Nein, das hab ich für euch gegoogelt, damit ihr in-formiert seid wenn ihr nächstes Jahr nach Südtirol fahrt.

Tja, und schon bin ich am Ende meines Reiseberichts. Ich danke euch fürs Lesen. Mehr Wiggerl, Lifestyle und Geschichten rund um den Hauselch gibts täglich auf Instagram unter einfach_nur_Wiggerl. 

3 Kommentare

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