Elche – biologische Basics

hallo meine Lieben,

die Fangemeinde der Elche ist groß und ihre Geschichten erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Einige Follower auf Instagram haben sich bereits mehr oder weniger erfolgreich auf die Suche nach einem Hauselch begeben.

Wer sich für einen Elch als Mitbewohner entscheidet, sollte sich wirklich sicher sein, dass er mit ihm zurecht kommt. Wir wollen doch nicht, dass gerade jetzt, zur Ferienzeit, an Bäumen festgebundene Elche im Wald gefunden werden, die laut fluchend nach Leberkäse rufen nur weil es den Besitzern zu umständlich und zu teuer war, diese Fressmaschinen mit in den Urlaub zu nehmen. Hauselche anschaffen und dann auszusetzen geht gar nicht. Solche Menschen haben kein Herz und die nordischen Götter werden sie dafür hart bestrafen! Von Walhalla könnt ihr euch verabschieden.

Da bisher wenig über den gemeinen Hauselch sowohl in Büchern als auch im Internet zu finden ist, werde ich hier im Blog ein paar beachtenswerte und interessante Tipps bezüglich Haltung und Erziehung geben. Zunächst möchte ich jedoch mit ein paar biologischen Eckdaten aufwarten, die es bei der Beherbergung von Hauselchen zu beachten gilt.

Körpergröße und Gewicht sind je nach Unterart, Lebensraum und Lebensbedingungen unterschiedlich. Charakteristisch für den Körperbau des Elches ist der kurze, massige Rumpf mit seinen relativ schlanken und langen Beinen. Die großen Füße und die riesige Nase stehen in keinem Verhältnis zum restlichen Körperbau. Elche sind Paarhufer und haben somit gespaltene Hufe, wie auf nachfolgender Abbildung deutlich erkennbar ist:

Der gemeine Hauselch ist in der Lage, sich nur auf seinen beiden Hinterbeinen fortzubewegen. Jedoch tut er dies mit vermeintlich wackeligen, hinkenden Schritten und vorgeneigtem Oberkörper weshalb man in Fachkreisen ungerechterweise von „buckeln“ spricht. Ungerecht deshalb weil der Elch, wenn er richtig Gas gibt, eine Geschwindigkeit von ca. 50 km/h erreicht.

Die Wirbel der Brustwirbelsäule tragen verlängerte Dornfortsätze. Dort setzen die wenigen Muskeln und Bänder an, die das Gewicht des Geweihes tragen müssen. Dadurch entsteht ein erhöhter Widerrist, der sogenannte typische Elchbuckel. Die Voraugendrüse, die sich bei den meisten Hirschen befindet (der gemeine Hauselch gehört nämlich zur Gattung der Hirsche) ist beim Hauselch nicht vorhanden.

Der gemeine Hauselch ist kein Einzelgänger, sondern ein Rudeltier. Am wohlsten fühlt er sich unter seinen furzenden Artgenossen. Vermeiden sollte man ein Zusammenleben mit Katzen. Der gemeine Hauselch ist der natürliche Feind der gemeinen Hauskatze.

Sein Haar ist kurz, hell und weich. Die längsten Haare befinden sich direkt auf’m Schädel. Das Kopfhaar trägt die Farbe des Geweihs, der Nase und der Hufe. Ist so, war immer so und wird immer so sein. Auf Besonderheiten der Fell- und Hufpflege gehe ich in einem anderen Kapitel ausführlich ein.

Abweichend von vielen anderen Hirschen fehlt beim Elch der sogenannte Spiegel am Rumpfende. Dieser Spiegel hat bei vielen Hirscharten eine Sozialfunktion und hilft beispielsweise dem Kalb, der Mutter zu folgen – anders ausgedrückt: der gemeine Hauselch ist asozial.

Der Hauselch ist in seinen Lebensraumansprüchen zwar anpassungsfähig, bevorzugt aber die Couch zum sitzen und mein Bett zum schlafen. Flache und hindernislose Gebiete werden von ihm gerne genutzt. Er ist relativ ortstreu und hält sich gerne in Gebieten auf, die ihm vertraut sind z.B. in der Wohnung, am Maibaum, unterm Zwetschgenbaum oder am Spielplatz. Sie halten sich üblicherweise gern an Stellen auf, die ihnen ein großes Angebot an Nahrung bieten z.B. Metzgereien mit Schnellimbiss, große Lebensmittelläden und meine Küche. Sie ziehen erst weiter wenn dieses Nahrungsangebot erschöpft ist. Ist so, war immer so und wird immer so bleiben.

Der gemeine Hauselch ist ein Konzentrationsselektierer und frisst überwiegend sehr energie- und fettreiche Nahrung wie warme Leberkässemmeln, Kartoffelchips, Schokolade und ähnliches Dirty-Food. Genauso wie bei anderen Konzentrationsselektierern ist der Pansen verhältnismäßig klein, da die energiereiche Nahrung schnell verdaut wird.

Hauselche sind tag- und tataktive Rudeltiere. Täglich finden sie sich mehrmals zu festen Gemeinschaften zusammen. Temperaturen von bis zu minus 20 Grad stellen für sie – dank Kapuzenpullover – kein Problem dar. Wird es zu warm leiden sie an Hitzestress, schlafen nachts auf der kühlen Tischplatte, fordern Eisgeld oder setzen sich ein paar Minuten in den Kühlschrank.

Mit ihrem hellen Fell und den blauen Kapuzenpullovern werden sie im Straßenverkehr schnell erkannt. Nur gelegentlich kommt es zu kleineren Verkehrsunfällen. Da der gemeine Hauselch generell ziemlich grob und schusselig ist, wird in jedem Falle eine Haftpflichtversicherung empfohlen. Setzen Sie sich unverzüglich mit ihrem Versicherungsagenten in Verbindung.

Das waren mal ein paar grobe Eckdaten. Sollte Ihnen die Lust auf die Haltung eines Hauselchs nun vergangen sein kann ich Sie zu diesem Entschluss nur herzlich beglückwünschen. Besteht weiterhin Interesse am Elch, warten Sie bitte auf das nächste Kapitel…..

Mehr Wiggerl, Lifestyle und Geschichten rund um den Hauselche gibts täglich auf Instagram unter einfach_nur_Wiggerl. Vielen Dank fürs Lesen.

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