Elche – Ernährung

hallo meine Lieben,

in diesem und den nachfolgenden Kapiteln möchte ich Ihnen ein paar Tipps in Sachen Erziehung geben und Ihnen ein paar wirkungsvolle Tricks verraten, die den Umgang mit dem gemeinen Hauselch wesentlich erleichtern. Der gemeine Hauselch ansich ist von Natur aus stur und überzeugt, dass seine Denkweise die einzig richtige ist. Toleranz kennt er nicht. ER wird sich folglich nie ändern. Also bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als sich seiner Denkweise anzupassen. Ja, richtig gelesen, Grundvoraussetzung für ein glückliches Miteinander ist: lerne wie ein Elch zu denken! Bitte, ich meine damit nicht, dass Sie sich nun wie ein Elch benehmen und rülpsend durchs Dorf, gekleidet in blauen Kapuzenpullis mit Geweih auf’m Schädel marschieren, Leberkäsesemmeln futtern und Katzen jagen sollen. Das wäre zu lächerlich und für den cleveren Elch leicht durchschaubar. Sie sollen nur lernen zu denken wie ein Elch.

Seit ich selbst denke wie ein Elch fällt mir der Umgang mit ihnen (und auch mit vielen Menschen) um einiges leichter. Fast möchte ich mich als „Elchflüsterin“ bezeichnen aber eigentlich gehört nicht viel dazu, sich in die Seele des Elches hineinzudenken denn sein Lebensinhalt dreht sich um Futter, Futter, Futter und schon sind wir beim Schwerpunkt dieses Kapitels angelangt: Ernährung.

Nahrung ist für jedes Lebewesen von immenser Wichtigkeit. Ohne Nahrung ist unser Überleben nicht gesichert. Für den Elch bedeutet Futter ALLES! Er isst nicht nur um zu überleben, sondern weil er einfach Spaß dran hat, etwas in sich hineinzuschaufeln. Essen ist eine Art Hobby von ihm, eine Leidenschaft sozusagen, die ihn glücklich macht und ihn bei Stress beruhigt.

Auf nachfolgendem Foto sehen Sie wie Snörri gerade seinen täglichen Einkaufszettel schreibt. Alle Elche lieben es, Einkaufszettel zu schreiben weil sie sich unheimlich gerne mit Essen beschäftigen. Deshalb sind sie auch ganz verrückt nach den wöchentlichen Angebotsprospekten diverser Lebensmittelgeschäfte, die den Tageszeitungen beiliegen. Glücklich grinsend betrachten sie die dort abgebildeten Lebensmittel und sieht mal eine in Scheiben geschnittene Salami besonders appetitlich aus, seufzen sie so glücklich („oh my god, she looks so beautiful“), wie Sie, wenn Sie gerade im Schaufenster Ihrer Lieblingsboutique die neueste Kollektion bewundern. Hauselche freuen sich und reiben sich die Fäustchen, wenn Schokolade im Angebot ist und das Geschäft, welches sie anbietet für sie leicht erreichbar ist.

(Dem aufmerksamen Betrachter wird nicht entgangen sein, dass sich sowohl die Fernseh-Fernbedienung als auch Wundsalbe in greifbarer Nähe des Elchs befinden. Über Fernsehsucht und Verletzungsgefahr bei Elchen gehe ich in einem der nachfolgenden Kapiteln intensiver ein).

Auf nachfolgender Abbildung dürfen Sie den Einkaufszettel aus der Nähe betrachten. Zugegeben, mit der Rechtschreibung hapert es noch etwas aber immerhin kann der Elch schriftlich zum Ausdruck bringen, was er gerade möchte. Können Sie seine Schrift entziffern? Wir beginnen mit Kartoffelchips (aber bitte nur die mit Paprika), dann hätte er gerne Schokolade mit Nüssen (ich muss ihm bei Gelegenheit erklären, dass Schokolade nichts mit einem Schock, zu tun hat. Wobei…. denken Sie nur an den lebensgefährlichen Zuckerschock. An diesem Beispiel kann man deutlich erkennen, wie der Elch es geschickt versteht, körperliche Bewerden/Krankheiten mit Essen in Verbindung zu bringen). Nun, dann steht da noch Leberkäse aber den verleibt sich der Elch – dank Leberkäseflatrate beim Metzger seines Vertrauens – täglich ein (außer, er befindet sich mit mir im leberkäsefreiem Ausland), Hirnwurst liebt er auch ganz arg (man kennt diese Wurstsorte auch unter dem Begriff „Gelbwurst“), Apfelsaft und Becks Lemon (Elche sind verrückt nach Alkohol, Zigaretten, Kaffee und Drogen. Diesen Lastern gebührt allerdings ein Extrakapitel).

Sobald der Zettel fertig geschrieben ist, wird er sorgsam gefaltet, von Knulf gesegnet und in meiner Geldbörse versteckt in der Hoffnung, dass ich ihn dort finde und kaufe, was auf der Liste steht. Das tue ich natürlich nicht, da ich denke wie ein Elch und mir von niemanden dreinreden lasse was gut und richtig ist. Würde ich auch nur eines der gekauften Lebensmittel mit nach hause bringen, hätten sie das Gefühl mich dominiert zu haben. Sie würden die Achtung vor mir verlieren.

Nein, nix da. Ich schreibe brav meinen eigenen Einkaufszettel. Natürlich haben die Gauner auch schon meine Handschrift gefälscht und einfach ein paar Lebensmittel draufgeschrieben in der Hoffnung, dass ich es nicht bemerke. Elche entwickeln jede Menge kriminelle Energie wenn es um die Beschaffung von Lebensmitteln geht. Darum rate ich Ihnen dringend, Ihre Vorratskammer zu verschließen und den Schlüssel stets bei sich zu tragen. Elche sind überdies durchaus in der Lage, per Räuberleiter in ungeahnte Höhen zu klettern um an in Küchenschränken gehortete Lebensmittel ranzukommen.

Optimale Ernährung:

Frühstück: 1-2 Spiegeleier, 1 Scheibe Vollkorntoast, 1 Haferl Kräutertee

Zwischenmahlzeit: 1 Smoothie

Mittagessen: 1 warme Leberkäsesemmel mit süßem Senf beim Metzger Ihres Vertrauens, 0,5 l Mineralwasser mit Sprudel

Zwischenmahlzeit: 1 Streichwurstbreze, 0,5 l Limo

Abendessen: clean eating (Sie finden genug Rezepte hier auf’m Blog), 1 l Mineralwasser mit Sprudel

Nachtmahl: 1 Haferkeks, 1 Tasse Kaba (bei Bedarf ca. 5 Tropfen Baldrian hinzugeben)

Taschengeld für kleine Extras:

Über Geld spricht man nicht gerne aber wer sich Hauselche hält, wird nicht umhin können, sich mit dem Thema Taschengeld auseinander zu setzen. Der gemeine Hauselch ist ein kühler Rechner und durchaus in der Lage, mit Geld umzugehen bzw. selbiges zu verprassen.

Zahlen Sie wöchentlich bar 14 Euro Taschengeld pro Elch aus. Das ist nicht gerade wenig aber mit 2 Euro pro Tag kann er sich Schokolade und Limo kaufen. Steht ihm kein Geld für „Extras“ zur Verfügung sitzt er bettelnd am Maibaum oder vor Lebensmittelgeschäften und ruiniert Ihren guten Ruf.

Saisonbedingte Zusatzkosten pro Tag und Elch:

– ab 25 Grad plus extra Eisgeld,

– ab Dezember extra Lebkuchengeld und

– während der Faschingszeit extra Krapfengeld

Die Hauselch-Haltung ist ein teurer Spaß. Immer noch Interesse daran, sich einen Elch zuzulegen? Dann bleiben Sie dran und warten Sie aufs nächste Kapitel.

Mehr Wiggerl, Lifestyle und Geschichten rund um den Hauselche gibts täglich auf Instagram unter einfach_nur_Wiggerl. Vielen Dank fürs Lesen.

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