Teufel Haushaltszucker

hallo meine Lieben,

heute möchte ich euch ein bisschen was über Haushaltszucker erzählen. Selbiger hat nämlich negative Auswirkungen auf unseren Körper. Ich kann hier nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten, die sich mit meinen Recherchen im Internet decken. Zuviel Zucker macht müde, schlaff und antriebslos.

Man kann sehr gut ohne Haushaltszucker auskommen, indem man zu natürlichen Süßungsmitteln greift, die da z. B. wären: Honig, Ahornsirup, Agavendicksaft, Dattelpulver.

Natürlicher Zucker befindet sich in Obst, Gemüse und vollwertigen Lebensmitteln. Natürlicher Zucker ist gesund.

Ihr kennt sicher das Gefühl, wenn ihr richtige Gier nach Süßem habt. Ich trinke bzw. trank dann gerne Coca Cola. Richtiges Cola, keine Light- oder Zeroplörre. Ich möchte fast behaupten, dass ich colasüchtig war. Cola hilft z. B. bei Migräne und Kopfschmerzen, was mir sicherlich etliche Migränepatienten bestätigen können. Überhaupt verleiht uns der Genuss von Zucker ein Gefühl von Wohlbehagen, die Konzentrationsfähigkeit steigt. Man fühlt sich leistungsfähiger und vielleicht auch glücklicher? Es heißt ja nicht umsonst, dass Schokolade glücklich macht (zumindest bis zu dem Zeitpunkt, an dem man auf der Waage stand). Es gibt Leute, die von sich behaupten, schokoladensüchtig zu sein. Ich erkläre kurz und in einfachen Worten warum das so ist:

Schoko-Sucht und Insulin

Zucker löst bei seiner Ankunft im Blut die Produktion einer großen Menge Insulin aus. Binnen weniger Minuten nach Verzehr ist Zucker im Blut angelangt. Insulin ist ein Hormon der Bauchspeicheldrüse. Hauptaufgabe von Insulin ist es, den aus unserer Nahrung stammenden Zucker wieder aus dem Blut zu entfernen und ihn dann an unsere Organe und Körperzellen zu verteilen die dann daraus ihre Energie gewinnen.

Heißhunger auf Süßes deutet nicht unbedingt auf eine echte Zuckersucht hin, sondern kann auch die Folge von Schwankungen des Blutzuckerspiegels sein. Bei vollwertiger Ernährung auf Basis naturbelassener Lebensmittel und ohne isolierte Kohlenhydrate reguliert sich der Blutzuckerspiegel normalerweise von selbst. Ist der Blutzuckerspiegel ausgeglichen, fühlt man sich selbst auch ausgeglichen und satt. Diese Erfahrung habe ich jedenfalls mit Clean Eating gemacht. Nehme ich eine Mahlzeit ein, die meinen Körper mit allem versorgt, was er braucht, fühle ich mich satt und zufrieden.

Bei Mahlzeiten hingegen, die auf isolierten Kohlehydraten basieren bzw. auf Lebensmittel mit einer hohen glykämischen Last, können die viel zu hohen Zuckermengen, die ohne bremsende Ballaststoffe und ohne anderweitige Begleitstoffe (Mikronährstoffe) in den Körper gelangen, dazu führen, dass die Bauchspeicheldrüse viel zu viel Insulin ausschüttet.

Die großen Insulinmengen bewirken, dass viel zu viel Glucose aus dem Blut in die Zellen befördert wird, der Blutzuckerspiegel sinkt jetzt zu tief und binnen kürzester Zeit kommt es zu einer Unterzuckerung, die wiederum zu einer Heißhungerattacke führt. Das habt ihr doch sicher alle schon mal erlebt, oder? Manchmal wirkt sich das bei mir sogar körperlich aus, indem ich wackelige Knie hab, gereizt und nervös bin.

Meistens isst man dann genau das Falsche. Man greift wieder zu Schokolade, Kuchen, Eis, Limo usw. Das Fatale ist, dass durch den erneuten Verzehr von Zucker der Blutzuckerspiegel wieder viel zu hoch ansteigt und erneut zu viel Insulin ausgeschüttet wird. Ein wahrer Teufelskreislaufs aus Unterzuckerungsphase und Fressanfall beginnt. Kennt ihr, oder?

Seratonin und Dopamin

Eine Sucht entsteht nicht einfach so. Dazu braucht es erstens einen Stoff, der süchtig machen kann wie z.B. Nikotin, Heroin, Alkohol oder Zucker und zweitens ein suchtanfälliges Gehirn. Bei einer Sucht ist das Gleichgewicht zwischen den Botenstoffen im Gehirn gestört – nämlich vor allem zwischen Seratonin und Dopamin.

Jetzt erkläre ich euch mal, was es mit diesen beiden „Schlingeln“ auf sich hat:

Dopamin ist ein körpereigener Botenstoff, der dann ausgeschüttet wird, wenn wir in freudiger und hibbeliger Erwartung auf ein bestimmtes Ereignis sind. Gute Beispiele hierfür sind bevorstehende Wettkämpfe, Dates, der Kauf einer Birkenbag (hö hö hö). Witziges aber auch hervorragendes Beispiel mit der Tasche. Wer meinen Artikel hierzu gelesen und die Fotos gesehen hat, weiß Bescheid my-holy-grail-bag oder „in geheimer Mission“ wie die beiden Botenstoffe zusammenspielen. Dopamin ist wichtig, denn es treibt uns an, motiviert uns und verleiht uns einen klaren Kopf alles dran zu setzen, um unser Ziel schnellstmöglich zu erreichen. Haben wir es dann geschafft, bzw. tritt der Erfolg ein, den wir anstrebten, wird Seratonin ausgeschüttet, welches und ein Gefühl von Glück, Befriedigung und Entspannung vermittelt (siehe Fotos beim Kauf der Birkinbag).

Ein Mangel an Dopamin führt zu Lustlosigkeit und Antriebsschwäche. Ein Mangel an Seratonin macht uns ängstlich, unzufrieden, streitlustig. In solchen Situationen des Mangels greifen wir zu den uns bekannten Drogen. Ein süchtiges verhalten kann besonders dann entstehen, wenn unser Seratoninspiegel zu niedrig und der Dopaminspiegel gleichzeitig zu hoch ist oder aber auch wenn beide Stoffe in zu geringen Konzentrationen vorhanden sind.

Weil Drogen sowohl unseren Dopamin- als auch Seratoninspiegel erhöhen, fühlen wir uns glücklich und entspannt. Dabei ist nichts passiert, außer, dass wir uns der Droge Zucker hingegeben haben, indem wir Schokolade aßen und dennoch fühlen wir uns großartig, als hätten wir gerade ein tolles Ziel erreicht. In Wahrheit sind wir nur auf eine Selbsttäuschung hereingefallen. Zucker wirkt wie Alkohol und Nikotin. Zucker erhöht unseren Dopamin- und Seratoninspiegel.

Für heute hab ich euch genug gequält mir meinen Weisheiten über Zucker. Ich hoffe, ich habe die Zusammenhänge einigermaßen verständlich und auch korrekt erklärt. Ich möchte nicht behaupten, dass jeder zuckersüchtig ist, der bei Stress zu Schokolade greift aber ich finde es wichtig und hilfreich zu wissen, was Zucker in und mit unserem Körper veranstaltet.

Fakt ist, dass ich selbst immer wieder Heißhungerattacken ausgesetzt war, wenn meine Ernährung zu zuckerhaltig war. Deshalb bin ich überzeugt, dass clean-eating der richtige Weg ist.

Mehr Wiggerl, Lifestyle und Geschichten rund um den Hauselch gibts täglich auf Instagram unter einfach_nur_Wiggerl. Vielen Dank fürs Lesen.

 

 

 

 

5 Kommentare

  1. In hotels greife ich regelmäßig zu den kleinen zuckertetchen – ein perfektes peeling für meine rauhen seiten 😉 wenn ich zu hause süßen muss, nehme ich stevia. leider wird es bei uns oft „gestreckt“ angeboten. bei schoki und keksen und torte bin ich zum glück raus. ich bin team chips (haben auch oft zucker dabei) und käse.

    liebe grüße
    bärbel

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  2. Liebe Bärbel, zum Glück brauch ich weder im Kaffee noch im Tee was Süßes. Das hab ich mir vor ein paar Jahren komplett abgewöhnt. Ich bin entsetzt, worin überall dieser Haushaltszucker und Aromastoffe enthalten sind. Teste mal selbstgemachte Chips. Da isst du nicht so viel wie wenn du eine Tüte – egal von welcher Firma – aufreisst. Alles nur die Geschmacksverstärker, die uns vorgaukeln, dass wir jetzt was gutes essen. Liebe Grüße, Michaela

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  3. Ein großartiger und toll erklärter Artikel 👍🏼👍🏼 Ich habe ihn zwar nicht erst jetzt gelesen, kann aber erst jetzt wieder kommentieren (Technikprobleme 🙄). Zucker beeinflusst unser Leben wirklich extrem und obwohl ich eigentlich mit meiner Ernährung recht zufrieden bin, versuche ich aber gerade mal komplett Abstand von Zucker in allen Variationen zu nehmen, weil mein „Nebenbei-Konsum“ überhand nahm. Sirup im Latte, nach dem Sport einen Eiweißriegel mit Schokolade ummantelt (was für ein Schwachsinn), nachmittags mal einen Keks usw. usw. Das wird jetzt alles gestrichen! Danke für den tollen Beitrag!

    Liebe Grüße, Ginger

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  4. Hallo Ginger, der Zucker ist wirklich ein Teufel weil er überall drinsteckt und oft sind wir uns dessen nicht bewusst. Ich hab natürlich auch wieder geschlampert bei meiner Ernährung und muss wieder strenger sein. Das fatale ist, dass er neben einem Haufen Kalorien auch noch mehr Hunger macht. Er schleicht sich so klammheimlich in unser Leben, wenn wir nicht aufpassen. Es sind tatsächlich die Kleinigkeiten, der Nebenbei-Konsum. Ich freu mich, dass du wieder kommentieren kannst meine Liebe. Übrigens knall ich deinen Naked Cake im Frühjahr auch auf diesen Blog (wollte ich schon längst angemerkt haben). Ich schicke herzliche Grüße, Michaela

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  5. 😂 Knall den Naked Cake hin wo Du magst. Ist Dein Blog 👍🏼

    Es ist wirklich extrem, was Zucker anrichtet und wie schnell man in diesen Teufelskreis gerät. Es geht mit einer kleinen Sünde bzw. Ausnahme los und ich kenn mich, dann geht’s so weiter 🙄 Oftmals bin ich auch einfach zu faul mir in dem Moment etwas zu schnippeln und/ oder zu kochen. Eine Butterbreze oder belegte Semmel ist dann auch lecker und geht schneller… besonders zwischendurch. Das ist doppelt schlimm. Damit soll jetzt Schluss sein. Dann muss ich mich jetzt eben umorganisieren, aber es hilft ja nix. Ich möchte wirklich etwas ändern und ein einmal gefasstes Ziel wird stoisch verfolgt, aber wenn erzähle ich das?! 😂

    Liebe Grüße zurück
    Ginger

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