Auszeit in Wien – Teil I

Werbung (durch Produktnennung/Produktfotos)

hallo meine Lieben,

ich liebe Städtetrips denn man kann wunderbar für ein paar Tage dem Alltag entfliehen und einfach mal abschalten und mit einem Sack schöner Erinnerungen wieder nach Hause zurückkommen.

Wien ist für mich optimal erreichbar, denn vom Münchner Hauptbahnhof aus fahre ich exakt 4 Stunden ohne umzusteigen für nicht mal 50 Euro (incl. Sitzplatzreservierung). Dann setze ich mich in ein Taxi und lasse mich ins Hotel Marc Aurel bringen denn das liegt mitten in der Innenstadt, nur ca. 5 Gehminuten vom Stephansdom entfernt (wenn man sich nicht verläuft). Ich habe knallhart beim Hoteldirektor bessere Konditionen ausgehandelt wenn ich das nächste Mal anreise, weil ich schon ein paar mal bei denen eingecheckt habe. Da kenn i nix denn ich bin schließlich eine extrem sparsame Frau.

Obwohl ich schon einige Male in Wien war, fahre ich immer wieder gerne hin. Wien ist eine richtig tolle Stadt in der im Sommer auch nachts auf den Straßen das Leben pulsiert. Mir kommt es immer vor, als sei an lauen Sommerabenden ganz Wien auf den Straßen. Ich finde das toll. München ist da um einiges langweiliger. Sehr auffällig finde ich, dass alle Wiener stolz auf ihre Stadt sind. Wir Münchner sind da nicht so.

Ich komme auch gut mit dem Wiener Schmäh klar. Wiener Schmäh ist schwer zu erklären. Der Kabarettist Reinhardt Nowak bezeichnet ihn als derb-liebenswert und als meist nicht ganz ernst gemeinte Form des Miteinanders und Josef Hader schließt Charme und eine gewisse Unfreundlichkeit nicht aus (typisch Hader halt). Da auch die Münchner gerne mal granteln, komme ich also sehr gut mit den Wienern zurecht denn auch mir fehlt manchmal die gewisse Grundfreundlichkeit.

Erlebt habe ich viel in Wien obwohl wir nur ein bisschen Sightseeing gemacht haben. Kirchen gucken ist mir auch nicht das Wichtigste wenn ich mir irgendwelche Städte anschaue. Ich stehe auf gute Unterhaltung, Spaß und möchte viel lieber den Flair einer Stadt (und ein gutes Getränk) in mich aufsaugen. Trotz all dem habe ich für euch die älteste Kirche Wiens fotografiert:

Ihr seht die  römisch-katholische Ruprechtskirche. Sie ist die älteste, in ihrer Grundsubstanz noch bestehende Kirche der Stadt Wien und befindet sich auf dem Ruprechtsplatz im 1. Wiener Gemeindebezirk Innere Stadt – also nur ein paar Gehminuten von meinem Hotel entfernt. Die Ruprechtskirche ist dem Hl. Rupert geweiht, welcher Schutzpatron der Salzschiffer war. Und jetzt reicht es auch schon mit Kirchen, gell.

Taschenverrückte in Wien

Ein paar touristische Attraktionen habe ich dann doch mitgemacht und damit meine ich nicht die Shops von Hermes, Chanel, Gucci und Louis Vuitton (hö hö). War ja klar, dass wir in die Boutiquen eingefallen sind aber das ist ja für Taschenverrückte wie wir es sind, die Grundlage zu all unseren gemeinsamen Touren.

Hier zeige ich euch den harten Kern der Truppe: Gisela, im gestreiften Kleid links neben mir, die fesche Dame mit Hut ist Silvia und ganz links außen sitzt Christine, die uns so herzlich in ihrer Heimatstadt Wien empfangen hat. An dieser Stelle nochmal vielen Dank für die Organisation.

Einkaufen in der Wiener Innenstadt

Um es vorweg zu nehmen: ich habe nichts gekauft. Aber natürlich haben wir das eine oder andere probiert, etliche Taschen „probegetragen“ und „Armcandys“ von Hermes angelegt.

In der Wiener Innenstadt rund um die Kärntner Straße, Graben und Kohlmarkt befinden sich etliche Nobel-Läden, Juweliere und Parfümerien. Wiens hippste Einkaufsgegend ist die Mariahilfer Straße und die kleinen Gassen rundherum. Hier locken viele Geschäfte mit Mode, Schmuck und Accessoires – stark bleiben Mädels.

Selbstverständlich waren auch wir in dieser Gegend unterwegs und ganz klar waren wir auch bei Gucci und logischerweise habe ich die Slipper mit Schafsfell anprobiert. Ich bin ja immer noch hin und hergerissen ob es aussieht, als würde ich gerade einen Hamster totquetschen oder ob die Schuhe cool sind. Der Preis ist heiß und glücklicherweise waren die Schuhe nur in schwarz vorrätig denn in dieser Farbe sind sie keine Option für mich. Nude ist da schon wesentlich gefährlicher. In diesem Artikel hatte ich bereits über die Hamsterlatschen berichtet: Slipper – heiß begehrt in diesem Sommer

Bei Louis Vuitton habe ich einen Sac probegetragen. Tolles Teil und Dank zweier abnehmbarer Schultergurte ist er vielseitig tragbar. Dennoch bin ich persönlich mit Louis Vuitton durch. Bis auf die tollen Kleinteile, Leoschals und die Neverfull interessiert mich da nichts mehr. Geschmäcker ändern sich – es gab Zeiten, da hätte ich für Onkel Louis kalt lächelnd gemordet.

Hermes ist ein MUSS. Ganz klar, dass ich diese wunderschöne Garden Party probetragen musste. Zugegeben, diese Tasche ist sehr schlicht und an ihr ist nix dran (weder außen noch innen) aber gerade diese Schlichtheit macht sie für mich attraktiv. Gekauft hab ich sie nicht denn ich spare ja für eine Birkin (eine wahre Challenge sage ich euch).

In Wien sind die Bestell-Listen für Birkins und Kellys übrigens geschlossen. Diese Auskunft habe ich von einer Verkäuferin bei Hermes erhalten und ihre Erklärung ist einleuchtend: Österreich hat nur zwei Hermes-Boutiquen und muss neben den Österreichern auch noch das benachbarte Ausland mit Birkins und Kellys versorgen. Deutschland hat wesentlich mehr Hermesboutiquen und darum darf man bei uns noch bestellen. Irgendwann wird Wien seine Bestell-Liste wieder öffnen. Dass Birkins in der Farbe Etoupe nicht mehr bestellt werden kann, bekam ich auch hier zu hören.

Auch der Chanelboutique haben wir einen Besuch abgestattet aber es gibt keine Fotos. Wir haben einen depperten Zeitpunkt erwischt denn die neuen Modelle und Farben kommen im Juni in die Stores.

Wiener Prater

Ein Besuch des Wiener Prater gehört einfach dazu wenn man in Wien ist – noch dazu wenn das Wetter schön ist – und deshalb hatten wir im Schweizer Haus für 14 Personen einen Tisch reserviert. Stelzen essen. Wenn der Wiener von Stelzen spricht, meint er eine Schweinshaxe. Das Schweizerhaus ist bekannt für seine Stelzen. Ich mag Stelzen auch hin und wieder aber am liebsten mit Kartoffelknödel und Soße. Im Schweizer Haus wird die Stelze auf einem runden Brettl serviert:

Klassische Beilagen sind Kartoffelsalat, Krautsalat sowie scharfer Senf und frisch gerissener Kren.

Doch zurück zum Wiener Prater. In Deutschland würde man den Wiener Prater als Kirmes oder Rummel bezeichnen doch der Wiener Prater hat das ganze Jahr über geöffnet und bietet verschiedene Attraktionen. Wir sind mit der U-Bahn hingefahren. Er befindet sich im 2. Wiener Gemeindebezirk, Leopoldstadt. Wir Touristen verbinden mit dem Wiener Prater oft nur den Vergnügungspark, also den Wurstelprater, der sich an der Nordwestspitze des sehr weitläufigen, ca. 6 km² umfassendes Gebietes befindet.

Eine ganz tolle Sache im Wiener Prater ist das Riesenrad. Natürlich haben wir uns eine Fahrt gegönnt. Der Spaß kostet 10 Euro, die Wartezeit hielt sich in Grenzen. Man hat einen ganz wunderbaren Blick über die Stadt. Eine Fahrt ist empfehlenswert.

Aber der Wiener Prater bietet noch viele andere Attraktionen und Fahrgeschäfte. Hier könnt ihr mit Mickey Maus gemütlich eine Runde drehen oder einfach nur kuscheln:

oder auf farbenprächtigen Elefanten reiten:

oder wilde Achterbahnen besteigen:

Meine persönliche Wien-Challenge war zum einen, nix zu kaufen (hö hö) und zum anderen die Fahrt auf dem 117 Meter hohen Kettenkarussell. Vor vier Jahren, als ich mit Freunden in Wien war, habe ich über eine Fahrt auf diesem Ding gar nicht erst nachgedacht. Dieses Jahr hab ich mich überreden lassen (Singles sind mutiger, jawoll). Ich habe die Fahrt nicht bereut denn wenn man nicht direkt nach unten blickt, ist es gar nicht so schlimm.

Der Turm hat eine Masse von 200 Tonnen. Die Spitze des Turms bildet eine goldglänzende Zwiebelhaube. Das Karussell verfügt über 12 Doppelsitze mit Gurt- und Bügelschutz und befördert pro Fahrt 24 Personen bis auf eine Höhe von 95 Meter. Mit zunehmender Höhe erhöht sich die Drehgeschwindigkeit und erreicht schließlich bei einem Radius von 18 Metern eine Umfangsgeschwindigkeit von 60 km/h. Eine Fahrt dauert zwischen drei und vier Minuten. Glaubt es oder nicht aber irgendwann fing das Ganze an, Spaß zu machen.

Aber am allerschönsten ist der Wiener Prater bei Nacht. Jeder Rummel ist nachts am schönsten wenn überall die Lichter blinken und die Besucher nicht mehr ganz so nüchtern sind. Klar, dass wir natürlich auch mit so einem wilden Karussell, welches sich in sich zu allem Unglück noch in selbst drehte, gefahren sind. So einen Spaß hatte ich lange nicht mehr. Vielen Dank liebe Nadine, dass du mich überredet hast bei den wilden Fahrten mitzumachen und mich für diese Fahrt unter meinem alten Nick „die Nudel“ angemeldet hast, was dann auch der halbe Prater hören konnte als die Ansage vom Fahrgeschäftbetreiber übers Mikrophon kam, dass die Nudel heute mitfährt 🙂

Ein Foto vom Riesenrad bei Nacht ist spektakulär. Bitte nicht versäumen, beim Verlassen des Wiener Praters euch nochmal umzudrehen um ein Foto zu schießen:

Natürlich hab ich auch ein kleines Video im Wiener Prater gedreht. Einfach nur klicken und ihr seid mittendrin: youtube: Wiener Prater

Das wars auch schon mit Teil I meiner Wienreise. Es gibt noch einiges über diese herrliche Stadt zu erzählen. Im zweiten Teil nehme ich euch mit auf den Naschmarkt und lade euch zu einer virtuellen Fiakerfahrt durch Wien ein und zum Schluss Chillen wir noch a bisserl am Donaukanal.

 

VORSCHAU

Teil II meiner Wienreise gibts für euch am 9. Juni zu lesen

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12 Kommentare

  1. westbahnhof – stephansplatz geht super mit der ubahn u3, hauptbahnhof – stephansplatz ebenfalls direkt mit u1. eur 2,20 die einzelfahrt, gibt aber tages- und wochenkarten. öffis sind toll in vie, autofahren leider nicht empfehlenswert (teure garagen, kompliziertes kurzparken, schikanöse verkehrsführungen …). schöne story, handkuss!
    bis bald in wien.

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  2. Deine Fotos sind wieder mal Spitze. Es liest sich nach richtig viel Spaß. Die Fellschlappen finde ich ohne Fell viieel schöner. Freue mich schon auf die Fortsetzung, lieben Gruß Simone

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  3. Hallo Wiggerl, einfach Klasse, wie du Wien beschreibst. Ich liebe diese Stadt. Meine Tochter wohnt dort in der Gegend und so habe ich oft die Gelegenheit nach Wien zu reisen. Ich fliege bald wieder hin, weil meine Tochter dort heiratet. Auf dem Schiff auf der Donau durch die Wachau. Ich freue mich riesig. Natürlich darf dort auch nicht der typische Stadtbummel fehlen. Die Kirchen vor allen Dingen die Karlskirche haben wir schon öfters besucht.
    Und vergiss die Guccischlappen mit Hamsterfell, einfach nur grauslich, wenn man die genauer anschaut, das kann doch keinem wirklich gefallen. Aber alles Geschmacksache!
    Ohne Fell natürlich eine Kaufsünde wert!!!!

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  4. Oh, Wien ist so schön. Eine Fahrt mit dem Riesenrad im Prater ist ein Muss. Hab auch noch Bilder davon im Blog. Ist schon ein paar Jahre her. Die Fell-Puschen finde ich persönlich jetzt auch nich so schön.

    Liebe Grüße Sabine

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  5. Liebe Sabine, ich merke schon, die Fell-Puschen kommen bei euch nicht so gut an 🙂 Die Fahrt auf dem Riesenrad lohnt sich allemal. Die Preise im Prater sind mehr als human. Herzliche Grüße, Michaela

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  6. Hallo liebe Aphro, schön, dass du dich meldest. Das wird sicher ganz toll wenn ihr auf dem Schiff entlang schippert. Bist du schon aufgeregt wegen der Hochzeit? Ich mag Wien auch ganz besonders und vor allem die Leute dort. Ich kapiere langsam, dass keiner meiner Leser die Fellschlappen gut findet…. hö hö, ich hab heute andere Schuhe bestellt 🙂 – viele liebe Grüße, Michaela

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  7. Vielen herzlichen Dank für die informativen Ergänzungen lieber Peter. Schön war es, dich und deine Frau dort endlich kennenzulernen. Ich komme sicher bald wieder nach Wien. Herzliche Grüße, Michaela

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  8. Liebe Michaela, toller Bericht über einen Mädelsurlaub. Wien ist eine tolle Stadt. Meine Schwägerin lebt in der Nähe mit Familie. In manchen Städten würde ich gerne einmal ein Jahr leben. Wien gehört dazu. Und wie ich lese, hast Du Dich gegen das Fell entschieden. Eigentlich schade, hätte gerne mehr über diese Schuhe nach ihrem Einzug bei Dir gelesen. Herzliche Grüße Pet

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  9. Liebe Michaela,

    als „alte Münchnerin“ liebe ich Wien wie Du – die Stadt, die Leute, und den ganzen Wiener Schmäh. Im September fahren wir wieder ein paar Tage hin und ich freu mich darauf schon ganz sakrisch…ich finde, am besten charakterisiert den Wiener der folgende kleine Witz: sagt der Deutsche: die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos, sagt der Wiener: die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst…..diesen lakonischen Galgenhumor finde ich köstlich!
    Früher war ich ganz verrückt nach möglichst aufregenden Superloopings und dergleichen – heute kriegen mich keine 10 Pferde mehr da drauf und ich bleib lieber mit beiden Beinen auf der Erde – theoretisch auch gern in den herrlich verrückten Fellschlappen – wären für mich aber ein No-Go da ich eine Warme-Füße-Phobie habe, vor allem im Sommer,
    herzliche Grüße
    Gila

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  10. Hallo liebe Pet, ich hab die Fellschuhe nochmal in München anprobiert und irgendwie hauen die mich an meinen Füßen nicht richtig weg. Die einzig coole Farbe wäre schwarz aber da hab ich die Schuhe ja schon ohne Fell. Egal, ich hab mir heute dafür von Valentino Badelatschen in pink bestellt. Auf Instagram sind sie abgebildet, falls du gucken magst. Liebe Grüße, Michaela

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  11. Hallo Gila, ehrlich gesagt war ich früher auch härter im Nehmen was Loopings, Achterbahnen und Co angeht. Scheinbar wird man etwas feiger, je älter man wird. Ich liebe die Wiener mit ihrer trockenen Art sehr. Waren wirklich coole Tage in Wien. Die Fellschuhe hab ich mir nun endgültig aus dem Schädelchen geschlagen. Heute sind pinke Badelatschen von Valentino eingezogen…. Pfiati und herzliche Grüße, Michaela

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