Was genau ist eigentlich Glück?

Hallo meine Lieben,

heute dreht sich hier auf’m Blog alles ums Glück. Jeder von uns möchte Glück haben bzw. glücklich sein. Aber was genau ist denn eigentlich Glück?

Ob wir glücklich oder gar unglücklich sind, hängt davon ab, wie wir aufs Leben reagieren und welche Bedeutung wir den Ereignissen beimessen. Wir fühlen und erleben das auf was wir uns vorrangig gedanklich konzentrieren. Glück ist also eine Frage der Wahrnehmung und somit sind wir wieder bei der Gedankenkontrolle angelangt.

Wir alle kennen sie, diese ewigen Pessimisten und Bedenkenträger, die glauben, dass sich alles gegen sie verschworen hat. Solche Menschen haben einen Tunnelblick und sind auf Negatives und Unerfreuliches fixiert. Optimisten hingegen, sehen immer das Positive und nehmen infolge dessen vorrangig die erfreulichen Dinge wahr. Bist du Pessimist oder Optimist?

Ich kann denken: Was habe ich für ein Glück, dass meine Freundin mir u.a. dieses herrliche Urlaubsfoto aus Bali für meinen Blog spendiert hat oder ich ärgere mich, dass ich nicht selbst dort Urlaub machen kann. Für welche Denkweise entscheidest du dich?

Fotocopyright by Manuela Westermeier

Was ist Glück?

Fest steht, dass Glück eine starke positive Emotion ist, verbunden mit einem dauerhaften und vollkommenen Zustand intensivster Zufriedenheit. Was muss passieren, damit ich diesen Zustand erreiche?

Glück können wir mehrmals täglich in kürzeren Zeiträumen erleben, beispielsweise bei der Parkplatzsuche oder einem gelungenem Date. Natürlich streben wir alle insgeheim das langfristige Glück an, welches wir beispielsweise in einer Partnerschaft, einem Hobby oder im Job suchen.

In der Psychologie wird Glück als Empfindung absoluter Harmonie definiert während die Neurobiologen Glück ganz pragmatisch als menschliches Streben nach dem Neurotransmitter Serotonin sehen.

4 Zutaten zum Glück

Jetzt erkläre ich es mal ganz unromantisch und rein wissenschaftlich mit meinen einfachen, laienhaften Worten: man nehme eine Prise Dopamin, Serotonin, Noradrenalin, Endmorphin, mixt alles zusammen und heraus kommt gute Laune, Wohlbefinden und Glücksgefühle denn diese 4 Botenstoffe steuern unsere Stimmung.

  • Dopamin ist verantwortlich für unseren Tatendrang. Mit seiner Hilfe haben wir die Power und Energie etwas anzupacken um unsere Ziele zu erreichen.
  • Serotonin stabilisiert die Psyche und gibt uns Gelassenheit und Zufriedenheit.
  • Noradrenalin wird in unserem Nebennierenmark und im Kleinhirn mit Hilfe von Dopamin und einem Enzym hergestellt. Diesen Neurotransmitter verdanken wir unsere Wachsamkeit und Aufmerksamkeit.
  • Endorphine sind Schmerzkiller und werden in der Hirnanhangdrüse produziert. Sie wirken beruhigend und stärken unsere Abwehr. Außerdem sorgen sie für einen besseren Schlaf, nehmen uns den Stress und spendieren uns ein heiteres Gemüt.

Selbstverständlich ist das Zusammenspiel dieser 4 Botenstoffe komplexer als von mir dargestellt. Ich will eigentlich nur aufzeigen, dass Glück ein chemischer Vorgang ist – wenn ich das mal so ausdrücken darf. Das eigentliche Glücksgefühl entsteht sozusagen durch einen Cocktail gehirneigener Opioide wie Endorphine.

Schwer depressive Menschen kennen kein Glücksgefühl, da sich die Unfähigkeit, Freude und Lust zu empfinden, im Gehirn widerspiegelt. Hirnareale, die mit dem Glücklichsein in Verbindung stehen, bleiben weitgehend inaktiv.

Menschen mit einer bipolaren Störung (also manisch-depressive Menschen) dagegen wähnen sich in einem andauernden Glücksrausch während ihrer manischen Phasen.

Fotocopyright by Manuela Westermeier

Tipps zum Glücklichsein

Das große Glück setzt sich oft zusammen auf vielen kleinen Glücksmomenten. Ich gebe euch hier ein paar Tipps, wie ihr viele Glücksmomente sammeln könnt denn Glück ist keine Glückssache:

  • Verbringe deine Zeit mit Menschen, die dir gut tun (ein lustiger Abend mit Freunden ist gespickt mit unendlich vielen Glücksmomenten)
  • Lache so oft du nur kannst (20 Sekunden Lachen produziert gleich viele Endorphine wie 5 Minuten Rudern. Eine sehr wirkungsvolle Methode also, um Glückshormone auszuschütten)

  • Tue Dinge, die du liebst (kaum zu glauben, aber es gibt Menschen, die gar nicht wissen, was ihnen gut tun würde. Wenn du auch zu dieser Gattung gehörst, dann wird es höchste Zeit herauszufinden, welche Tätigkeiten dich glücklich machen)
  • Baue Stress ab (das ist leider nicht immer so einfach aber setz dich hin und notiere erst einmal, was dir Stress verursacht. Man muss nicht immer für alles und jeden parat stehen. Pausen sind wichtig. Vielleicht kannst du Aufgaben abgeben, womöglich ist es erforderlich, dich von manchen Menschen zu trennen)
  • Sag NEIN wenn es dir zuviel wird (glücklich sein bedeutet auch, dass du auf dich achtest und Dinge vermeidest, die dir nicht gut tun).
  • Verfolge deine Ziele und habe deine Visionen im Auge (Hast du Ziele und Visionen? Lebe nicht einfach so dahin, denn unsere Zeit hier ist kostbar. Tue alles dafür, um deinen Träumen und Zielen näher zu kommen denn jeder Schritt in die richtige Richtung macht dich glücklich)
  • Glück ist ein Geben und Nehmen (sorge für ein Gleichgewicht zwischen dem was du nimmst und dem was du gibst)
  • Fort mit Schaden (überlege, was dich ärgert und dann sieh zu, dass du es loswirst denn nichts und niemand hat das Recht, dir zu schaden)
  • Verzeihe (echte Gefühlskiller sind Wut, Zorn und verletzte Gefühle. Mach dir bewusst, dass nur du dir allein mit deinem Zorn schadest. Du musst ja noch lange nicht vergessen was man dir angetan hat. Verzeihen macht frei)
  • Lebe im Hier und Jetzt (ich kenne viele Menschen, die in der Vergangenheit leben, die nicht mehr zu ändern ist. Genauso viele Menschen leben in der Zukunft, von der man nicht weiß, wie sie sich entwickeln wird. Lerne im Hier und Jetzt zu leben)
  • Sei dankbar (in meinem Artikel Dankbarkeit und etwas Achtsamkeit – oft unterschätzte Mittel zum Glück kannst du nachlesen, was Dankbarkeit alles bewirken kann)
  • Liebe dich selbst (indem du dich gut behandelt und auf deine Bedürfnisse achtest. Es ist deine oberste Pflicht, dafür zu sorgen, dass es dir gut geht denn niemand anderer wird das sonst tun. Meinen Artikel über Selbstliebe findest du hier Ich liebe mich – wen auch sonst?)
Fotocopyright by Manuela Westermeier

Der Unterschied zwischen Glück und Zufriedenheit

Kann ein unzufriedener Mensch glücklich sein bzw. kann ein glücklicher Mensch unzufrieden sein?

Ich denke, der Unterschied zwischen Glück und Zufriedenheit ist, dass sich glücklich fühlen eine Momentaufnahme ist, während die Zufriedenheit dauerhafter ist und sich nicht nur auf den Augenblick bezieht. Kurz gesagt: Zufriedene Menschen fühlen sich innerlich ausgeglichen und verlangen nichts weiter als das, was sie gerade haben. Zufriedene Menschen sind einverstanden mit dem, was ist. Meine Gedanken zur Zufriedenheit könnt ihr hier Zufriedenheit – ein wichtiger Baustein zum Glücklichsein nachlesen.

Wann warst du das letzte mal richtig glücklich? Gibt es viele Glücksmomente in deinem Leben oder konzentrierst du dich nur auf die großen Dinge? Wirst du meine Tipps zum Glücklichsein befolgen oder sind sie vergessen sobald du den Artikel zu Ende gelesen hast? Ich wünsche dir noch viele viele glückliche Augenblicke in deinem Leben.

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VORSCHAU

Im nächsten Blogpost geht es um Gesichtsmasken der Firma OMG. Ich habe drei dieser Masken für euch getestet.

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12 Kommentare

  1. Liebe Michaela, mit deinen Worten sprichst Du mir aus der Seele. Da ich ein sehr positiver Mensch bin, erlebe ich regelmäßig Glücksmomente. Und es sind fast immer die Kleinigkeiten: Ein gelungenes Telefonat im Büro, einsame Stille im Garten früh morgens, der Schmuseanfall des Katers…. Einmal loslassen und sich glücklich fühlen. Ganz liebe Grüße und viele glückliche Momente heute für Dich. Pet

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  2. Liebe Michaela, das ist wunderbar geschrieben, ich wünsche Dir einen wunderschönen Tag mit vielen Glücksmomenten,
    alles Liebe Gabriele

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  3. hallo liebe Pet, es sind tatsächlich meist die Kleinigkeiten, die uns glücklich machen. Diese kurzen Augenblicke sind kostbar und man muss sie genießen. Ich glaube, wenn man seine Aufmerksamkeit nicht mehr auf die Kleinigkeiten richtet, wird man unzufrieden. Ich wünsche dir auch noch viele glückliche Augenblicke. Liebste Grüße, Michaela

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  4. Liebe Gabriela, ich danke dir für dein Feedback und die guten Wünsche für einen glücklichen Tag. Ich habe auch wieder ein paar Glücksmomente gesammelt und hoffe, du hast es mir gleich getan. Liebste Grüße, Michaela

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  5. Liebe Michaela,
    ja, so ähnlich sehe ich das auch mit dem Glück. Klar, jedem haut das Schicksal mal ein paar Steine vor die Füße, und dann ist manchmal erstmal Schluss mit glücklich – aber bei den meisten Leuten ist das ja kein Dauerzustand, und doch fühlt es sich bei einigen Mitmenschen immer so an…Glück ist eine Willensentscheidung: wenn alles einigermaßen rund läuft, findet sich an jeder Ecke ein Grund, glücklich zu sein! Danke für Deine inspirierenden Texte (die mich auch immer wieder glücklich machen) – man kann nicht oft genug daran erinnern und darf nicht vergessen, sich von Miesepetern fernzuhalten…
    da bist Du natürlich gut beraten mit Deinen Elchen, die scheinen ja immer gut drauf zu sein – meine Katzen zicken manchmal ganz schön rum….(nee, nicht wirklich! die sind nämlich auch glücklich, glaube ich).
    Dir wünsche ich eine Sonnenbeschienene (na, da haben wir in Bayern doch gerade nix zu meckern) 2. Wochenhälfte und
    herzliche Grüße, Gila

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  6. Liebe Gila, vielen Dank für dein Feedback. Ich schreibe meine Texte schon auch für mich selbst um mich immer wieder daran zu erinnern, wie gut es mir geht und dass ich dankbar sein muss und ein Augenmerk auf die Kleinen Dinge im Leben haben muss. Das vergisst man oft im Alltag. Ich freue mich sehr, dass du meine Texte inspirierend findest. Du hast recht, dass uns das Schicksal oft Steine in den Weg legt aber auch aus Steinen lässt sich etwas Hübsches bauen. Elche sind übrigens oft stinkstiefelig aber gegen schlechte Laune gibts ja Leberkäse 🙂 . Bleib weiterhin so positiv. Herzliche Grüße, Michaela

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  7. Ich würde mich selbst gar nicht als Optimistin bezeichnen – aber vermutlich bin ich es doch. Ich bezeichne mich eher als positiven Menschen. Ist das das gleiche?
    Wenn ich über eine bestimmte Zeit berichte, die emotional und von den Ereignissen her für mich sehr einschneidend war und durch die ich zusammen mit meinem Mann gegangen bin – wenn ich also über die Zeit berichte, sagen viele: „Oh je, was für ein Mist, was habt Ihr denn da für Pech gehabt.“ Aber wir fangen die Erzählung immer an mit „Und was hatten wir da und da in dem ganzen Mist für Glück“. Und so empfinden wir das glücklicherweise beide. Wenn man im grössten Mist die positiven Aspekte wahrnimmt, dann ist man vermutlich ein Optimist oder ein positiver Mensch.
    Und zu wissen, dass ich so gestrickt bin, macht mich auch wieder ein bischen glücklich 🙂
    Danke für den Artikel – Glück ist wichtig, es wahrzunehmen gar nicht so schwierig, wie man glaubt. Man muss es nur sehen wollen!

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  8. Mit Menschen, die in Allem nur das Negative sehen, kann ich schlecht umgehen. Natürlich bin ich auch nicht immer gut drauf, aber ich bin von Natur aus ein positiver Mensch.

    Es ist schon etwas Wahres dran, wenn man sagt, dass die Chemie zwischen den Menschen nicht immer stimmt.

    Liebe Grüße Sabine

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  9. Liebe Sabine, du bist garantiert ein positiver Mensch. Das behaupte ich mal, obwohl ich dich nur von deinem Blog kenne. Du kommst ausgeglichen rüber. Ich mag auch keine Miesepeter um mich haben. Liebe Grüße, Michaela

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  10. Liebe Kristina, vielen Dank für dein Feedback. Du bist ein sehr positiver Mensch und ich freue mich, dass du einen Mann an deiner Seite hast, der eine schwere Zeit mit dir durchgestanden hat und nicht gekniffen hat. Dieser Spruch von Thaddeus Golas begleitet mich seit ca. 15 Jahren: „Wenn du die Hölle liebst, bist du im Himmel“. Man muss vielleicht etwas darüber meditieren aber im Grunde trifft es zu. Wie du sehr richtig schreibst: Man muss das Glück nur sehen wollen. Liebste Grüße aus München, Michaela

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  11. Liebe Michaela,
    so mit den Jahren habe ich auch kapiert, dass ich alleine meines Glückes Schmied bin. Wer sollte es auch sonst sein. Ich bin einerseits entspannter geworden und andererseits irgendwie auch fokussierter. Passt mir was nicht, stelle ich es ab, sage nein oder gehe weg. Früher hätte ich es „ausgehalten“. Ich bin zufrieden mit mir, meinem Leben und habe immer wieder viele kleine und große Glücksmomente, die mein Leben schön machen. Unterwegs, auf den Reisen mit Freunden, in der Partnerschaft oder ganz alleine für mich. Ich nehme mein Glück „im Alter“ auch endlich bewusster wahr – weiss aber schon, dass ich ein richtiger Glückspilz bin, weil ich immer irgendwie alles bekomme, was ich WIRKLICH und GANZ DOLL haben will. Die Wünsche ans Universum eben 😉

    Nun ja, dieser olle Beinbruch – der könnte mich voll runterziehen. Tut er aber nicht, denn was habe ich für ein Glück mit dem Sommer! Ich kann jeden Tag im Garten sitzen und im Sonnenschein meine Kräftigungs-Übungen machen. Und jetzt fahre ich auch noch zur Reha an die Nordsee und das Wetter soll so bleiben. Es geht mir gut – ich weiss das und ich fühle es und blicke optimistisch in die Zukunft.

    Alles Liebe und Dir viel Glück weiterhin! 🍀
    Bärbel

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  12. Liebe Bärbel, genau so empfinde ich es auch. Das Glück wird einem oft erst „im Alter“ bewusst und tatsächlich bekommt man alles was man ganz doll möchte. Es kommt vielleicht auf anderen Wegen zu uns als gedacht aber es kommt. Der olle Beinbruch hat dich am Anfang natürlich runtergezogen aber du hast schnell kapiert, dass du es nicht ändern kannst und das Beste draus machen musst. Das ist die richtige Einstellung. Ich wünsche dir noch 10000000 wunderschöne Glücksmomente. Herzliche Grüße, Michaela

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