Oh my god – a new Birkin Bag in the house

unbezahlte Werbung (Markennennung/Second-Hand-Stores)

Hallo meine Lieben,

wer hier regelmäßig mitliest, weiß, dass ich vollkommen verrückt bin nach Handtaschen, insbesondere Birkinbags. Letztes Jahr am 26. August habe ich meine erste Birkin in Empfang genommen und genau ein Jahr später, am 26. August 2018 habe ich meine zweite Birkin gekauft bzw. die Anzahlung dafür geleistet. Helle Aufregung herrscht immer wenn man sich eine neue Tasche kauft – egal von welchem Designer, egal welches Modell. Man freut sich einfach und hat lange gespart. Käufe von Birkins und Kellys sind dennoch etwas besonderes denn diese Taschen kann man nicht einfach so kaufen. Wer den Kauf meiner ersten Birkin nachlesen möchte, darf gerne hier klicken: my-holy-grail-bag oder „in geheimer Mission“


Bestellung von Kellys und Birkins bei Hermes

Wenn ihr eine Birkin oder Kelly haben möchtet, müsst ihr euch auf eine Warteliste setzen lassen. Es läuft folgendermaßen ab: ihr geht in eine Hermès-Boutique und setzt euch mit der zuständigen Verkäuferin zusammen. Solche Bestellvorgänge laufen ganz easy ab (zumindest ist das in München so). Das Personal nimmt sich Zeit für euch. Idealerweise habt ihr euch vorher Gedanken über Farbe, Leder und Größe gemacht. Ihr könnt euch sozusagen „eure“ Tasche nach eigenen Wünschen zusammenstellen. Eine andere Möglichkeit bietet sich in Paris denn in der ersten Hermès-Boutique auf der Rue du Faubourg Saint Honoré 24  kann man Birkins direkt aus dem Laden kaufen – falls man Glück hat und gerade welche da sind (mittlerweile muss man seinen Besuch dort online ankündigen und einen Termin vereinbaren). Die Wartezeit für Kellys und Birkins beträgt 1-3 Jahre (die Aussagen hierzu sind je nach Hermès-Boutique unterschiedlich).

Im April 2018 war mir plötzlich klar, dass ich eine Birkin in Togo-Leder, Größe 35 in der Farbe Etoupe haben muss, damit mein Leben wieder einen Sinn hat (hö hö hö). Leider ist diese Farbe nun nicht mehr bestellbar, da wohl der Markt mittlerweile überflutet ist mit Birkins in Etoupe und tatsächlich scheint München voll von etoupefarbenen Birkins zu sein. Auf dem Second-Hand-Markt werden Birkins in dieser Farbe gerade zu horrenden (teils fünfstelligen) Preisen gehandelt.

Ich habe meine Birkin an einem Vormittag geordert denn da ist nicht viel los in den Geschäften und das Personal hat Zeit. Wenn ihr euch noch nicht richtig mit Kellys und Birkins befasst habt (bzw. nicht so recht wisst, was ihr wollt), empfehle ich euch, vorher bei Hermes anzurufen und einen Termin zu vereinbaren, damit ihr euch auch wirklich in Ruhe informieren könnt denn wenn der Laden voll ist, macht das keinen Spaß. Die Verkäuferin stellte mir ein Glas Champagner auf den Tisch und legte mir Farbkarten mit den im Moment bestellbaren Farben vor. Die Farbauswahl ist also begrenzt und ändert sich von Jahr zu Jahr. Lediglich die klassischen Farben Schwarz und Gold (früher zählte Etoupe noch dazu) sind immer bestellbar. Ich bin ja flexibel und beschloss, dass eine Birkin in Gold meinem Leben ebenfalls einen Sinn geben würde. Wartezeit mindestens zwei Jahre. Wer bitteschön will/kann denn so lange warten?

Ich war guter Dinge, die lange Wartezeit dieses mal zu schaffen denn eine Kelly hatte ich zwei Jahre davor schon mal bestellt, die dann auch tatsächlich nach 1,5 Jahren geliefert wurde aber da hatte ich gerade erst meine Birkin in Rubis gekauft und die Kelly daher abgelehnt. Man kann jederzeit eine bestellte Tasche ablehnen (kein Kaufzwang) denn ihr könnt sicher sein, dass eine andere Kundin sich freut und „eure“ Tasche gerne entgegen nimmt.

Lederarten und Farben

Es macht wirklich Sinn, sich vorher Gedanken darüber zu machen, welches Leder ihr bevorzugt. Birkins und Kellys hat man leider nicht oft zur Ansicht und die Probemodelle, welche in den Boutiquen oft gezeigt werden, entsprechen teilweise nicht mehr den gängigen Lederarten. Kurz zu den drei Lederarten, aus denen derzeit die meisten Birkins und Kellys produziert werden:

Clemence Taurillon ist eine sehr weiche Ledersorte vom Stierkalb und hat eine grobe, aber schön flache Maserung und Struktur. Das Leder lässt sich immer wieder aufarbeiten und restaurieren. Clemence Leder wird richtig weich, die Tasche verliert zwar ihre Form, wirkt aber extrem lässig.

Togo Leder ist ein Kalbsleder mit einer leicht körnigen Maserung. Dieses Leder ist sehr robust und stabil, sodass die Handtasche auch nach vielen Jahren ihre Form behält. Meine beiden Birkins sind aus Togo Leder wobei das Leder der goldenen Birkin weicher ist als das der Roten. Kein Leder ist immer gleich.

Epsom Leder ist ein geprägtes, bearbeitetes Leder, vergleichbar mit dem Caviar-Leder von Chanel bzw. dem Saffiano von Prada. Epsom ist kratzfest, leicht und stabil. Epsom kann bei manchen Taschenmodellen nach billigem Plastik aussehen. Ich habe aber auch schon Birkins in Epsom gesehen, die mein Herz höher schlagen ließen.

Natürlich gibt es noch viel mehr Ledersorten aus denen die Taschen genäht werden aber darüber werde ich noch in einem separaten Artikel berichten. Hier mal ein Foto meiner Birkin in Togoleder in der Farbe Gold und das kleine Visitenkartenetui, welches ebenfalls in der Farbe Gold, aber in Epsomleder gefertigt wurde:

Es ist ganz deutlich zu erkennen, wie unterschiedlich – ja nach Leder – die Farbe Gold wirkt. Das sollte euch vor der Bestellung bewusst sein. Geht am besten in eine Hermes-Boutique und lasst euch eure Wunschfarbe in verschiedenen Lederarten zeigen – gerne an Kleinlederteilen.

Second-Hand / Angst vor Fakes

Es gibt verschiedenen Plattformen, auf denen Birkins und Kellys angeboten werden (nur um einige Second-Hand-Onlinestores für Luxustaschen zu nennen: Rebelle, Vestiare Collective, Designer-Vintage, Vite Envogue). Es dauert seine Zeit ehe man ein „Auge“ dafür bekommt, den Zustand einer Tasche zu beurteilen und die Preise richtig einzuschätzen. Hätte ich keine Hilfestellung von Taschenfreundinnen, die sich seit Jahren eingehend mit dem Thema befassen, wäre es auch für mich schwierig gewesen. Ihr solltet euch also eingehend mit dem Thema befassen ehe ihr eine Menge Geld investiert denn auf dem Markt sind viele schwarze Schafe, die Fakes verkaufen unterwegs.

Am schlimmsten ist die Angst, dass man auf ein Fake hereinfällt und einige tausend Euro in Sand gesetzt hat. Nur weil der Verkäufer euch eine Rechnung serviert, bedeutet das nicht, dass die Tasche echt ist. Wenn ihr keinen Kenner zur Hand habt, empfehle ich, euch an Bababebi zu wenden. Bababebi ist ein unabhängiger Hermès-Authentifizierungsdienst und nicht mit Hermès verbunden. Ich selbst habe diesen Dienst noch nie in Anspruch genommen aber ich würde jedem raten, das Geld (ca. 100 Euro) dort in eine Echtheitsprüfung zu investieren. Ihr schickt online die Bilder der Tasche ein und anhand eurer Fotos wird die Echtheit überprüft. Die Fotos müssen sehr genau sein d.h. mit schnell mal ein paar Bilder machen ist es nicht getan. Bababebi ist „in der Szene“ bekannt und bei nicht wenigen Verkaufsanzeigen ist sogar zu lesen, dass die angebotene Ware von Bababebi überprüft wurde. 

Meine Birkin 35, Togo in der Farbe Gold

Tja, und ich hab meine Birkin auch auf dem Second-Hand Markt auf Designer-Vintage gefunden. Exzellenter Zustand, kaum getragen aus dem Jahr 2014. Griffe und Ecken sind wie neu. Die Tasche ist vier Jahre alt und wurde zu einem Preis angeboten,  dem ich nicht widerstehen konnte. Die Übergabe fand mitten in München (Marienplatz) statt. Ich war von Anfang an verliebt. Um sie vor dem Regen geschützt zum Auto zu transportieren, packte ich sie in meinen großen Shopper:

Wusstet ihr, dass Birkins ein Regenmäntelchen haben? Meine Birkins tragen die zwar nicht aber so kann man seinen Liebling vor Nässe schützen.

Jetzt sitzt „Goldie“ gemütlich mit ihren Freundinnen in meinem Taschenschrank und wartet auf ihren Einsatz. Ich bin richtig happy mit der Farbe Gold denn sie ist mit allem kombinierbar. Gold ist im Sommer genauso cool wie im Herbst oder gar Winter – ein echter Klassiker eben. Die Beschaffenheit der Hardware war mir egal, ich hätte die Tasche auch mit Palladium genommen. Wichtig war mir, eine Tasche in exzellentem Zustand in Größe 35 zu bekommen.

Momentan bin ich „taschensatt“ aber schätzungsweise werde ich weiterhin auf dem Second Hand Markt nach Birkins spähen. Ich habe nun zweimal sehr gute Erfahrungen gemacht und „neuwertige“ Taschen zu einem sehr guten Preis erhalten. Solltet ihr eine Birkin oder Kelly wollen, ist das sicherlich ein guter Weg.

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VORSCHAU

Bald gibts noch mehr Infos zu Birkins und Kellys. Es gibt noch so viel zu berichten über diese beiden ganz besonderen Taschenmodelle und ich merke an den Reaktionen auf Instagram, dass das Interesse der Leser daran sehr groß ist.

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11 Kommentare

  1. Wow, ich da wird der Taschenkauf ja richtig zur Wissenschaft! 😀 Aber auf solche Schätze passt man dann auch ganz anders auf. Ich habe mir selbst erst dieses Jahr meine erste Markenhandtasche gegönnt, allerdings nicht in der Preisklasse der Birkin Bag. Aber der Gedanke mit den Second Hand Läden ist gut!
    Liebe Grüße
    Dorie von http://www.thedorie.com

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  2. Hallo liebe Dorie, es ist tatsächlich eine Wissenschaft weil halt 1. viel Geld auf dem Spiel steht und sich 2. viele Fakes auf dem Markt tummeln. Ich gratuliere zur ersten Markentasche und wünsche dir viel Freude damit. Second Hand lohnt sich sicherlich aber man muss sich mit dem Thema etwas befassen. Ich schicke herzliche Grüße, Michaela

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  3. Hallo liebe Michaela, tolle Infos heute in deinem Blogpost. Ich liebe Taschen, aber habe keine Kellys oder Birkins. Meine Schmerzgrenze für neue Taschen liegt im ersten vierstelligen Bereich 😊. Ich finde deine Taschen wunderbar. Und gönne Dir diese von ganzen Herzen. Herzlichst Pet

    Gefällt 1 Person

  4. Liebe Pet, meine Schmerzgrenze für Taschen ging immer weiter rauf und ich hab gar nicht verstanden, warum man so viel Geld für ein Stück Leder ausgibt. Es ist eine Leidenschaft und es macht Spaß, hinter den Teilen herzujagen. Schönen Sonntag und morgen einen guten Start in die Woche liebe Pet. Herzliche Grüße, Michaela

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  5. Liebe Michaela, eine Leidenschaft die toll aussieht und die wunderbar zu Dir passen. Schönen Wochenstart für Dich mit ganz lieben Grüßen Pet

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  6. Liebe Michaela,

    da gratuliere ich dir erstmal zu deiner zweiten Birkin Bag! 🙂 Ich überlege schon lange, ob ich mir auch eine hole… zusammengestellt hatte ich das Schätzchen schon – aber den letzten Schritt habe ich bis heute noch nicht gemacht. Mal sehen was die Zukunft so bringt 😉

    Herzallerliebst,
    Anette à la Heppiness

    http://www.heppiness.de

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  7. Liebe Anette, vielen Dank für die Glückwünsche. Ich könnte mir an dir auch eine Kelly sehr lässig vorstellen. Bestell bald, denn die Wartezeiten sind lang. Ich grüße herzlich zurück, Michaela

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  8. Liebe Michaela,

    bin durch Zufall über Claudias Post mit eurem baldigen gemeinsamen Treffen auf dich gestoßen.. und lese nun seit da an hier in deinem Blog deine verschiedenen Blogbeiträge. Auch ich würde mich als Taschist bezeichnen, auch wenn ich mit meiner kleinen bescheidenen LV – Sammlung noch nicht so viel zu bieten habe. Mein Traum ist auch irgendwann mal eine Birkin zu besitzen; wenn das mal kein Zeichnen ist dass du deine beiden an meinem Geburtstag den 26.08. gekauft hast 🙂 ich liebe beide, besonders die rubinrote! So eine schöne Farbe hab ich noch nie an jemand getragen gesehen.

    Lass dir liebe Grüße da und hoffe natürlich auf eine stetig wachsende Sammlung voller schicker Babys

    Giota

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  9. Hallo liebe Giota, schön, dass du reinschaust. Ich hoffe, du liest weiterhin hier fleissig mit. Taschisten sind hier immer willkommen :-). Ich hoffe, dein Birkinwunsch erfüllt sich bald. Die rote Birkin (Rubis) ist wirklich ein Hingucker. Auf Instagram zeig ich öfter mal Bilder der Birkin. Ich grüße herzlich aus München, Michaela

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