Herbstspaziergang….

Hallo meine Lieben,

wir haben wahrlich einen goldenen Oktober. In meinem Blogpost Ein paar gute Gründe, den Herbst zu lieben habe ich bereits berichtet, dass ich gerne im Herbst allein spazieren gehe und meine Gedanken schweifen lasse. Heute lass ich euch mal an einem meiner Herbstspaziergänge teilhaben und ich erzähle euch, was mir alles durch den Kopf ging.

Als ich diese schönen Blümchen entdeckte, schoß mir spontan dieser Satz durch den Kopf:

… wir können zwar nicht für den Frieden auf der Welt verantwortlich sein, aber für den Frieden in unserem Herzen…

Es könnte tatsächlich so schön friedlich sein auf dieser Welt. Blumen sind friedlich, sie tun keinem was (von Fleisch fressenden Pflanzen mal abgesehen). Sie sind einfach nur da, brauchen ein Schlückchen Wasser und erfreuen unser Herz. Wir schneiden sie oft ab, stecken sie in Vasen und machen Profit mit ihrer Schönheit. Ich schau sie mir lieber durch den Gartenzaun oder auf einer Wiese an.

Vor ein paar Wochen musste ich mit ansehen, wie ein Mann, der bereits am Boden lag, ganz brutal von einem anderen Mann an einer Bushaltestelle getreten wurde. Richtig übel, gegen den Kopf. Wer bitte, tritt nach einem, der schon am Boden liegt? Der Täter ist geflüchtet, ich hab ihn mit meinem Auto ein Stück weit verfolgen können, habe ihn während der Fahrt angeschrien (zum Glück fuhr ich mit offenem Dach, so dass ich rausbrüllen konnte). Ehe er in einen Wohnweg abbog, drehte er sich nochmal zu mir um so dass ich der Polizei eine Täterbeschreibung geben konnte. Ich war die einzige, die sich bei der Polizei gemeldet hat obwohl ein stehender Bus mit Fahrgästen an der Haltestelle die gleiche Szenerie erlebt hat. Es braucht noch ganz viele Blumenbilder um dieses Erlebnis zu vergessen.

Ich habe eine verwelkte Sonnenblume auf meinem Spaziergang entdeckt – eine „Vintage-Sonnenblume“ und mir überlegt: 

… auch das Alte und Verwelkte berührt uns … Wir müssen nur dafür offen sein

Wir selbst werden ja auch irgendwann welk und trotzdem kann man Schönheit ausstrahlen. Immer geht es nur ums Jungsein. Ganz ehrlich, ich möchte gar nicht mehr soooo jung sein. Es war eine lustige und schöne Zeit aber es war auch die Zeit der Unsicherheit. Alles war irgendwie immer peinlich, man wurde noch nicht so richtig ernst genommen, hat Gefahren oft zu spät erkannt.

Heute stehe ich mit Mitte 50 voll im Leben, es ist mir so gut wie nix mehr peinlich, ich weiß zwar nicht immer was ich will aber ich weiß ganz genau, was ich nicht mehr will. Ich bin viel ruhiger und entspannter. Ich habe auch nicht das Gefühl, etwas zu versäumen denn ich habe viel erlebt. Das meiste davon war schön – manches hätte ich mir sparen können. Schön ist es, auf alles zurückzublicken.

Lila, der letzte Versuch…. Zu den schönen Blümchen fällt mir folgendes ein:

… wenn das Leben gerade nur Polka spielt, dann werd ich eben lachend Polka tanzen…

Das Leben läuft nun mal nicht immer so, wie wir es gerne hätten. Es wäre ja auch irgendwie ein bisschen langweilig. Manchmal muss man sich aber einfach nur anpassen. Die Natur passt sich ständig an nur der Mensch weigert sich oft, umzudenken. Veränderungen müssen ja nicht schaden denn Veränderungen sind ein normaler und auch wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Wenn wir unser Leben aktiv und abwechslungsreich gestalten möchten, müssen wir lernen, mit Veränderungen zu leben und damit umzugehen.

Tiefe Täler und Krisen sind Angebote des Lebens an uns, sich zu verändern. Auch wenn wir nicht immer wissen, was uns erwartet, so müssen wir doch zuversichtlich und bereit sein.

Als ich an diesen Kürbissen vorbeikam, musste ich natürlich an Halloween denken. Ich liebe Halloween.

Immer Kind bleiben ist ganz wichtig und es ist auch wichtig, zu Halloween an Geister zu glauben, weil es so schön gruselig ist.

Im Oktober ist Hochsaison für Hexen, Gespenster und Geister denn am 31. Oktober ist Halloween.

Ganz früher, vor ein paar Hunderten von Jahren, war Halloween ein Herbstfest der Druiden im alten England. Nur in dieser Nacht, so glaubten die Menschen damals, würden Hexen und Geister leibhaftig auf der Erde herumspuken. In Wahrheit jedoch, davon bin ich überzeugt, sind die Geister und toten Seelen immer bei uns.

Die Kelten glaubten felsenfest, dass die Seelen der Verstorbenen in der Nacht vom 31. Oktober als Geister auf die Erde zurückkommen, um in ihre Häuser zurückzukehren. Aber was war mit den Geistern und heimatlosen Seelen, die trotz der großen Feuer am Wegesrand, den Weg nicht fanden und verzweifelt umherirrten? Vor denen hatte man Angst denn sie spukten durch die Nacht und versetzten die Menschen in Angst und Schrecken.

Schon vor über 2000 Jahren feierten die Kelten im alten England das Samhain-Fest. Die Menschen bedankten sich mit großen Feuern bei ihrem Sonnengott Samhain für die Ernte und gedachten an diesem Tag auch den Toten. Sie verabschiedeten damit auch den Sommer denn der letzte Tag des Jahres war damals bei den Kelten der 31. Oktober – das Ende des Sommers. Nun wurde der Sonnengott von dem keltischen Totengott abgelöst.

Ca. 800 Jahre n. Chr., ernannte der Papst den 1. November zum Feiertag ‚Allerheiligen’, an dem der christlichen Märtyrer gedacht wurde. Aus dem Samhain-Fest wurde im Laufe der Zeit ‚das Fest am Vorabend zu Allerheiligen’, und das heißt auf englisch ‚All Hallows’ Evening’, abgekürzt ‚Hallows’ E’en’. Und wir sagen mittlerweile dazu Halloween.

Ein Herbstspaziergang ist eine kleine Auszeit fürs Herz

Der Herbst im September und Oktober ist und bleibt für mich immer eine ganz besondere Jahreszeit. Nach diesem Spaziergang kam ich zu dem Schluss, dass ich dankbar bin für mein Leben. Es ist nicht immer alles glatt gelaufen aber trotzdem bin ich ein Glückskind. Ich habe gelernt, für die kleinen Aufmerksamkeiten des Lebens dankbar zu sein auch wenn ich oft Gott und die Welt verfluche. Ich glaube, ein bisschen Wut gehört auch zum Leben. Ich sehe es als überschüssige Energie, die raus muss und dem Universum hat es sicher noch nie geschadet, wenn es mal richtig ausgeschimpft wird….

Habt ihr auch solche oder ähnliche Gedanken während ihr spazierengeht? Motiviert euch ein Spaziergang, über den Tellerrand zu blicken? Wann könnt ihr euer Herz öffnen?

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VORSCHAU

Nächsten Mittwoch erwartet euch Teil II des Gehwol-Gewinnspiels. Meine Tipps, wo ihr nach den richtigen Codes suchen müsst, findet ihr am Ende meines Artikels.

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11 Kommentare

  1. Liebste Michaela, Dinge und Stimmungen zu sehen und zu spüren und dann in Worte zu fassen, unglaublich schwer. Du kannst das wunderbar. Ich habe heute morgen bei Sonne im Garten gearbeitet und konnte erahnen wie dein Spaziergang war. Garten und Natur erden mich immer ganz schnell und machen mich ruhig und entspannt. Ich wünsche Dir noch ganz viele schöne Herbstmomente und schicke liebe Grüße aus dem Norden. Pet

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  2. Liebe Pet, ich danke dir sehr für deine Worte. Ich liebe die Natur im Herbst. Alles ist so leuchtend. Aber du als „alte“ Gärtnerin weißt das ja selbst am besten. Ein Blick auf die Blumen lässt mich auch ruhig und entspannt werden. Ich wünsche dir eine gute Nacht und morgen einen schönen Sonntag. Herzlichst, Michaela

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  3. Ein sehr schöner Beitrag und er lässt ein bisschen in dein Herz schauen, was ich sehr schön finde. Viele Menschen können sich gar nicht mehr so öffnen und ich mag es den Blick und das Herz zu öffnen.
    Für deine Courage empfinde ich aufrichtigen Respekt und ich wünschte, es würden wieder mehr Menschen nicht „nur“ hinschauen.
    Ich bin mit Mitte 40 auch froh, dass ich lebe und genieße ganz bewusst die vielen kleinen Momente und Dinge im Leben. Das ist für mich wahrer „Reichtum“. Sich über das freuen, was ist, denn man findet immer irgendetwas Positives und sei es noch so klein. Und ja, trotzdem gehört auch manchmal etwas negatives zum Leben dazu und genau das bringt auch oft Veränderung. 😉
    Herzliche Grüße und vielen Dank für die schönen Zeilen!

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  4. Hallo meine Liebe, du schreibst ein wahres Wort, der wahre Reichtum ist nicht Geld, sondern die kleinen, glücklichen Momente. Geld ist nicht unwichtig aber glücklich wird man davon nicht unbedingt. Ich sehe schon, wir zwei sind auf dem richtigen Weg. Danke für deine vielen Feedbacks hier auf’m Blog. Liebe Grüße, Michaela

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  5. Vielen lieben Dank Marion. Ich war gerade auf deinem Blog, der mir sehr gut gefällt. Ich denke, wir lesen uns jetzt öfter…. Schönen Abend und liebe Grüße, Michaela

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