Elch-Erziehungsratgeber – Teil I

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Sehr geehrter Leser und Elchbesitzer,

es ist wieder an der Zeit, ein paar Ratschläge im Zusammenleben mit dem gemeinen Hauselch zu geben, da sich die Haltung von Hauselchen immer größerer Beliebtheit erfreut. Gute Erziehung ist das A und O für ein harmonisches Miteinander und deshalb habe ich einen dreiteiligen Erziehungsratgeber verfasst, der Sie mit den Grundlagen der Erziehung eines Baby-Elches vertraut macht.

Elcherziehung ist die strenge und zugleich liebevolle Einwirkung des Besitzers auf seinen Elch mit dem Ziel, dem Elch (und sich selbst) ein möglichst konfliktarmes Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen und ihn zu befähigen, die von ihn erwarteten Aufgaben zu erfüllen.

„Welche Aufgaben?“ fragt der Elch verdutzt…

Nun, Grundlage einer gelungenen Erziehung ist, dass es glasklare Vorstellungen darüber gibt, was der Elch können soll und welche Gewohnheiten ausgebildet werden müssen. Dienst- und Gebrauchselche werden in der Regel nur in der Weihnachtszeit benötigt (als Saisonarbeiter sozusagen) aber die hierzu standardisierten Aufgaben und Fähigkeiten soll denen gefälligst der Heilige Nikolaus oder der Weihnachtsmann vermitteln. Da halte ich mich mal schön raus.

Es lacht der Elch, die Welt die kichert…. hoffentlich Allianz-versichert

Bleiben wir beim Familien- bzw. dem gemeinen Hauselch. Durch Erziehung werden die natürlichen Eigenschaften und Anlagen des Elchleins in eine bestimmte Richtung gelenkt, absichtlich gehemmt oder gefördert. Ziel ist es, dass der Elch – wenn es nötig ist – auf Hör- und Sichtzeichen immer das gleiche gewünschte Verhalten zeigt.

Erziehung von Baby-Elchen

Träumen Sie von einem Leben mit einem süßen Schnuckelelch, der Ihnen jeden Tag viele Glücksmomente beschert, mit dem Sie über alles sprechen können, der sie versteht, wohlerzogen und stubenrein ist? Wachen Sie endlich auf!

Gerade die ersten Monate des Zusammenlebens mit einem Elch sind geprägt von Missverständnissen, kleinen und größeren Unfällen und Missgeschicken. Sie müssen von Anfang an konsequent und beharrlich an der Erziehung des Baby-Elches arbeiten denn Erziehungsfehler rächen sich noch Jahre danach und können die Beziehung Mensch/Elch nachhaltig schädigen.

Der kleine, tapsige und extrem neugierige Baby-Elch entdeckt die Welt. Er ist lernfähig aber nicht lernwillig. Ohne Ihre Hilfe, Fürsorge und Erziehung wird er zwar ein paar Dinge lernen aber im Grund seines Herzens wird er ein ungezogener Gauner sein, der sich zu einem kaum sozialisierbaren Sonderling entwickelt.

Prägung und Gewohnheit

Baby-Elche lernen viel durch Prägung, die durch Sie erfolgt. Halten Sie sich immer vor Augen: lernt das Elchlein zu Beginn seines Lebens bereits liebevolle und ihm zugewandte Menschen kennen, wird er auf die Menschen im Allgemeinen positiv reagieren. Umgekehrt kann es natürlich auch zu einer negativen Prägung durch Lieblosigkeit und Ablehnung kommen.

Fotocopyright: Sara Sabri

Gewöhnung ist ein weiterer und sehr wichtiger Lernmechanismus. Der Baby-Elch verbindet Assoziationen mit angenehmen und unangenehmen Gerüchen und Geräuschen. Beispiel: Der Elch nimmt wahr, dass Sie zum Zubereiten jeglicher Nahrung in die Küche gehen. Der heranwachsende Elch wird sich jedesmal sein Lätzchen um den Hals schnallen und erwartungsvoll in der Küche stehen und auf Essen warten sobald Sie die Küche betreten obwohl noch gar keine Fütterungszeit ist. Das kann nerven wenn anfangs ständig einer oder mehrere Elche in der Küche stehen und sie mit großen Augen ansehen um sich schließlich heulend auf den Boden zu werfen und strampeln, sobald sie begriffen haben, dass es doch kein Futter gibt.

Der gemeine Hauselch ist, genauso wie wir Menschen, ein soziales Lebewesen. Er lernt von seinesgleichen und auch von uns. Lernen durch Nachahmung hilft dem Baby-Elch, Gefahren und Feinde zu erkennen und den kürzesten Weg zum Futter zu finden. Nachahmung kann Positives bewirken wenn beispielsweise der Jung- oder Baby-Elch von Frauchen oder Herrchen lernt, sich bei Betreten der Wohnung die Füße am Fußabstreifer abzustreifen.

Der Lerneffekt kann durch Leckerlis (Nahrung im Allgemeinen) und Geld enorm beschleunigt werden. Eine Leberkäsesemmel oder 1 Euro extra steigert die Motivation und Lernbereitschaft des Baby-Elches enorm. Nicht weniger wichtig sind Streicheleinheiten in Form von über das Schädelchen streicheln, die Fußsohlen kitzeln oder liebevoll in den dicken Bauch pieksen nach gelöster Aufgabe.

Loben und Bestrafen

Grundsätzlich gilt: tun Sie Ihrem Baby-Elch niemals weh denn eine Verletzung würde das Urvertrauen irreparabel zerstören.

Sie müssen den Baby-Elch auf frischer Tat bei einem Vergehen (oder gar Verbrechen) ertappen denn eine Bestrafung wirkt nur dann, wenn diese unmittelbar auf die Straftat erfolgt. Wird der Baby-Elch beispielsweise erwischt, wie er Alkohol trinkt, eine Zigarette raucht oder im Supermarkt einen Schokoriegel klaut, packen Sie ihn an der Kapuze seines Pullovers und heben ihn hoch bis auf Augenhöhe. Dann blicken Sie ihm streng in die Augen und sagen laut und bestimmt „Aus“.

Kommen Sie hingegen nach hause und entdecken leere Bierflaschen und ausgedrückte Zigarettenkippen, hat es wenig Sinn, den Baby-Elch auszuschimpfen.

Mit den drei goldenen Regeln zur artgerechten Baby-Elch-Erziehung möchte ich mich für heute von Ihnen verabschieden:

  • der Baby-Elch soll lieb gehabt und oft geknuddelt werden, so dass er sich bei Ihnen geborgen fühlt
  • bleiben Sie stets beharrlich und konsequent
  • Motivation in Form von Nahrung und Geld ist der halbe Erziehungserfolg

Ein Hauselch friert nicht! Er zittert vor Zorn weil es nicht noch kälter ist.

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VORSCHAU

Der Frühling kommt in großen Schritten! Seid ihr fashionmäßig darauf vorbereitet? Ich zeige euch meine neuesten drei Errungenschaften – meine Frühlingsknaller sozusagen.

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Mehr Wiggerl, Lifestyle und Geschichten rund um den Hauselch gibts täglich auf Instagram unter einfach_nur_Wiggerl. Den Artikel gibts für euch zum Pinnen auf Pinterest. Vielen Dank fürs Lesen und Pinnen.

6 Kommentare

  1. Endlich ein Erziehungsratgeber für Babyelche!!! Habe mich schon gefragt, wie das mit uns werden soll,der kleine Detlef und ich. Habe ihn bei Ebay befreit, weil er so treuherzig guckte und sich mit meinem Mann den Namen teilt. Bisher hat er sich gut eingeführt (läßt sogar unsere Katzen in Ruhe). Aber für Deine Tipps bin ich sehr dankbar. Genial!!!🤣🤣
    Liebe Grüße
    Monika

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  2. Liebe Monika, ich hoffe sehr, dass Detlef noch nicht allzu verzogen ist 🙂 und du meine Tipps noch erfolgreich anwenden kannst. Es folgen die nächsten Wochen weitere Tipps. Wenn Detlef der einzige Elch unter mehreren Katzen ist, traut er sich (noch) nicht, sie anzugreifen. Ich bete für die Katzen. Liebste Grüße, Michaela

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  3. Liebe Michaela, wie süß. Da bin ich fast versucht einen Elch zu adoptieren. Bisher waren es immer nur Katzen😁 und ein Nashorn namens Vince. In der Erziehung ganz unterschiedlich. Genieße noch den Restsonntag. Herzlichst Pet

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  4. Liebe Pet, ich kann dir einen Hauselch nur empfehlen. Kompliziert könnte es mit deinen Katzen werden. Elche sind erbarmungslose Killer :-). Ich hatte einen wundervollen sonnigen Sonntag. Ich hoffe, du hast den Tag auch genossen. Liebste Grüße, Michaela

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