Beziehungsspielchen

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(meine Fotos aber die Sprüche darauf sind Internetfunde)

Hallo meine Lieben,

nachdem mein Blogpost Gaslighting – Manipulation in der Beziehung so oft gelesen wird und ich darauf so viel Feedback bekam, machen wir gleich weiter mit den Manipulationen bzw. Beziehungsspielchen.

Es muss ja nicht immer gleich in Gaslighting ausarten, um den Partner in eine andere Richtung zu bewegen denn das tun wir alle – oft auch unbewusst. Sobald nämlich die erste Verliebtheit abgeklungen ist, stellen wir fest, dass unser Traumprinz auch seine Ecken und Kanten hat (was ganz normal ist). Manche dieser „Eigenheiten“ betrachten wir schmunzelnd, andere wieder nerven uns gewaltig und zwar so sehr, dass wir beginnen, darunter zu leiden. Ich persönlich würde sehr leiden, wenn mein Partner unpünktlich ist.

Beispiel Unpünktlichkeit

Natürlich flippt man nicht sofort aus, wenn der Partner einmal unpünktlich ist. Sollte es aber an der Tagesordnung sein, dass er keine Termine zur vereinbarten Zeit einhalten kann, wird es Zeit für ein Gespräch und normalerweise sollte das Thema dann erledigt sein. Bleibt der Partner weiterhin unpünktlich, lohnt sich ein Blick hinter die Fassade denn seien wir mal ganz ehrlich: in den allermeisten Fällen kann man pünktlich sein und wenn er das nicht schafft, will er womöglich gar nicht pünktlich kommen, sondern Macht ausüben. Schon mal darüber nachgedacht? Bei mir hat es etwas länger gedauert, ehe ich Unpünktlichkeit mit Machtspielchen in Verbindung brachte.

Wenn es jetzt richtig blöd läuft, beginnt eine Spirale aus Streitereien und falschen Reaktionen. Wir Frauen spielen beispielsweise gerne mal die Sexkarte aus indem wir ihm uns einfach verweigern – ätsch! „Das hat er jetzt davon“ denken wir und üben ebenfalls Macht aus. Typische Reaktion der Männer, sie danken es uns indem sie mit Freunden einen Trinken gehen und dadurch wiederum Macht ausüben. Daraufhin reagieren wir zickig (wir sind ja schließlich Frauen). Es wird diskutiert, geredet, geschwiegen, gezickt aber das eigentliche Problem wird nicht gelöst.

Machtspielchen

Wenn ihr jetzt denkt, ich habe die Weisheit mit Löffeln gefressen, weil ich solche Finten durchschaue, muss ich euch enttäuschen denn ich checke die Lage immer nur wenn ich nicht selbst betroffen bin. In allen Beziehungen gibt es diese – oft stillen – Machtspielchen. Niemand will sie wirklich, denn unsere romantische Vorstellung von Liebe sieht anders aus. Wir wollen Eins sein mit unserem Liebsten!

Wenn ein Paar nicht in der Lage ist, diese Spielchen rechtzeitig zu erkennen dann werden aus einem liebenden Pärchen sehr schnell zwei Menschen, die sich regelrecht bekämpfen und es sich nur noch heimzahlen wollen. Ich glaube nicht, dass Beziehungen unbedingt nur am Alltag scheitern. Es sind auch diese destruktiven Machtspielchen, die eine Beziehung kaputt machen.

Das innere Kind

Sehr oft laufen diese Machtprozesse unbewusst ab. Wir haben nämlich bereits in der Kindheit Verhaltensmuster abgeschaut von den Menschen, bei denen wir aufwuchsen und die sich in unserem Umfeld befanden. Wenn wir unseren neuen Partner kennenlernen, sind seine Verhaltensweisen und auch die Machtspiele von Anfang an vorhanden. Wir haben es nur nicht gesehen und erkannt weil wir sie falsch bewertet haben.

Vom Inneren Kind haben die meisten von euch sicher schon gehört. Es steht und symbolisiert unsere, im Gehirn gespeicherten Erfahrungen, Erinnerungen und Gefühle aus der Kindheit. Hierzu zählen intensive Gefühle wie Schmerz, Glück, grenzenlose Freude, Angst, Wut, Neugier usw. All das schleppen wir von der Kindheit weg mit uns mit bis ins Erwachsenenalter. Die Erfahrungen des Inneren Kindes haben uns geprägt.

Vielen ist die Bedeutung des Inneren Kindes nicht bewusst, sie verdrängen diese Seite einfach. Aber durch seine Verdrängung oder Unterdrückung wird es noch bedürftiger und verletzlicher und agiert aus dem Unterbewussten heraus. Die wenigsten von uns haben gelernt, sich auch als Erwachsener um das Innere Kind zu kümmern und schieben unbewusst dem Partner die Verantwortung hierfür zu indem sie erwarten, er möge sich so verhalten, dass unser Inneres Kind sich wohl und sicher fühlt und keine Angst haben muss.

Eine ziemlich fiese Sache, denn ein Partner kann niemals dafür verantwortlich sein, dass wir uns wohlfühlen. Unser Partner ist schlichtweg nicht unser Babysitter.

Der Umgang mit Machtspielchen

Sobald wir Machtspiele erkennen und auch bewusst wahrnehmen, können wir handeln. Leider hilft Reden nicht immer. Besser ist es, die Kräfteverhältnisse zu verändern indem wir uns erstmal auf uns selbst und unsere Interessen konzentrieren. Wichtig ist es immer, Freundschaften zu pflegen. Wir sind der Mittelpunkt unseres Lebens und auf den sollten wir uns konzentrieren. Das gelingt uns aber nur, wenn wir selbstbewusst sind.

In einer „gesunden“ Beziehung reicht es oft wirklich schon aus, den Schwerpunkt in unser eigenes Leben zu verlagern. Ein Partner, der uns wirklich liebt, wird seine Machtspiele aufgeben, weil er Interesse an einer harmonischen und liebevollen Beziehung hat.

Klingt in der Theorie so easy aber in der Praxis ist es schwer denn auch wir wollen den Partner in unserem Leben halten. Nur wenn wir uns selbst lieben, sind wir stark genug, Machtspiele zu durchbrechen indem wir uns selbst lieben, achten und respektieren und beispielsweise einfach nicht mehr warten, sondern alleine zu dem verabredeten Treffen mit Freunden fahren.

Ihr merkt bei vielen meiner Blogthemen, dass wir um das Thema Selbstliebe nicht drum herumkommen.

Habt ihr beim Lesen des Textes einige Machtspielchen eures Partners durchschaut? Oder habt ihr gar erkannt, dass ihr selbst Machtspielchen spielt?

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8 Kommentare

  1. Liebe Michaela, eine Beziehung zu haben heißt auch ständige Beziehungsarbeit. Niemals sich selbst und den anderenaus den Augen verlieren und dabei immer reflektieren und selbstreflektieren. Meines Erachtens funktioniert eine Beziehung nicht einfach so. Ich habe 27 Jahre hinter mir. Die Themen in der Beziehung ändern sich, aber man sollte immer sich nah und im Gespräch bleiben. Machtspiele hasse ich, weil meine Eltern das immer gemacht haben. Herzliche Grüße aus dem sonnigen Norden Pet

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  2. Hallo Michaela – jetzt bin ich doch heuer 40 Jahre verheiratet und ich darf sagen, solche Spielchen hatten wir nie. Das war mir schon damals zu blöd und mein Mann ist auch für klare Worte. Dein Artikel ist sehr gut geschrieben. Wenn ich mir die Beziehungen so anschaue heutzutage, denke ich oft was wollen die eigentlich ? Das gilt für Männer und Frauen. Und immer diese ändern wollen…bin ich froh, daß ich da anders gepolt bin. Liebe Grüße aus Österreich Gabi.

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  3. Hallo, liebe Michaela. Ein sehr interessantes Thema! Es gibt leider sehr viele Menschen, die in einer „Beziehungskiste“ festhängen. Manch einer braucht ewig, um Machtspiele des Partners zu erkennen. Es braucht schon eine gewisse Stärke, und vor allem Selbstliebe, sich aus diesem „Machtkreis“ zu befreien. Wir leben heute in einer Zeit, in der niemand mehr schief angesehen wird, nur weil er sich getrennt hat. Eine Partnerschaft ist ein Geben und Nehmen, ohne Macht auszuüben. Und auf Spielchen hat doch keiner Lust……..
    Liebe Grüße, und ein Bussi an Dich und die Kabaschlürfer
    Corinna

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  4. Hallo liebe Corinna. je länger man in einer Beziehung lebt, desto normaler werden Verhaltensweisen und auch die Spielchen. Ich denke, es wird dann schwierig das zu durchschauen aber es ist wichtig bevor das Band sie durch so blöde Machtkämpfe durchschneidet. Ich schicke liebe Grüße und hoffe, du hast gelesen, dass es bald wieder viel zu gewinnen gibt. Ich hoffe, du bist dabei. Die Jungs würden fest die Daumen drücken. Herzliche Grüße, Michaela

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  5. Ja, was wollen die eigentlich? Das muss man sich oft wirklich fragen liebe Gabi. Schön zu lesen, dass es doch noch viele Paare gibt, bei denen es anders läuft. Das Änderwollen des anderen ist auch ein Thema für sich…. Ich wünsche dir weiterhin eine spielelose Zeit mit deinem Mann und schicke liebe Grüße aus München

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  6. hallo liebe Pet, da sagst du was Wahres denn eine Beziehung bedeutet Wirkich Arbeit und Reflektieren. Ich bewundere jeden, der es schafft, eine langjährige Beziehung aufrecht zu erhalten. Wenigstens hatten die Machtspiele deiner Eltern ein Gutes denn du hast daraus gelernt und vermeidest sie. Glückwunsch und herzliche Grüße, Michaela

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  7. Liebe Michaela!
    Oh man, die zwischenmenschlichen Beziehungen haben wohl tatsächlich ihre Tücken. Ich kenne so etwas – glaube ich – gar nicht, oder es ist so lange her, dass ich es vergessen habe. In meiner jetzt 22-jährigen Ehe gab es das nie. Mein Mann ist für Psychospiele nicht geschaffen und ich bin mir auch zu schade für diesen Blödsinn. Ich plärre immer gleich raus, was mir nicht passt🤣.
    Aus dem Bekanntenkreis habe ich aber auch schon solche Sachen gehört und mich immer gewundert, dass die Betroffenen wirklich erwarten, dass sie damit Erfolg haben könnten. Aber ich habe auch Mitleid, denn der Leidensdruck scheint manchmal hoch zu sein!
    Aber wie Du schon des öfteren betont hast, nur sich selbst kann man wirklich verändern und dazu gehört Selbstbewusstsein und innere Stärke!
    In diesem Sinne, liebe Grüße
    Monika

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  8. Hallo liebe Monika, ich bin auch immer wieder erstaunt, welche Tricks in Beziehungen angewandt werden. Das meiste ist ja zum Schmunzeln und tut niemanden weh aber ich höre auch Geschichten, die ich schlimm und tragisch finde. Letztendlich jedoch muss das Paar selbst handeln um aus diesen Mustern rauszukommen. Oft ist auch nur einer von beiden bereit, dagegen anzugehen aber aus so einem Beziehungsschlamassel kommt man nur, wenn beide es wollen. Viele liebe Grüße, Michaela

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