Tipps für das perfekte Rindergulasch

unbezahlte Werbung

Hallo meine Lieben,

ich nehme an, dass jeder von euch schon mal Gulasch gegessen hat und ich bin überzeugt, die meisten von euch lieben dieses Gericht. Gulasch ist einfach zuzubereiten und trotzdem gibt es einige Tipps und Tricks, die man beachten sollte.

Welches (Rind-)Fleisch?

Die Wahl des richtigen Fleisches ist das A und O. Das Fleisch der Oberschale ist zart und eignet sich hervorragend für große Rouladen und herrliche Braten. Aber auch für mageres Tatar, Beefsteaks oder Fonduefleisch kann man es verwenden. Perfekt zum Schmoren, Kochen und Pökeln ist das Muskelfleisch der Unterschale und deshalb eignet es sich bestens für Gulasch, Rostbraten und Rouladen.

So wird da Fleisch nicht zäh 

Bei Braten und Kochen wird das Fleisch sehr oft trocken. Am besten ist es, das Fleisch im Ofen in einem geschlossenen (hitzebeständigen) Topf bei mittlerer oder schwacher Hitze in der eigenen Flüssigkeit zu schmoren. Ich verwende hierzu gerne meine gußeisernen Bräter denn damit wird so gut wie jedes Fleisch zart, saftig und braun denn im Ofen kann die Hitze von allen Seiten eindringen.
Zäh gewordenes Fleisch kann man versuchen zu retten, indem man es bei schwacher Hitze in Flüssigkeit wieder weich gart. Klappt aber leider nicht immer.

Fleisch zart machen

Fast jede Fleischsorte kann mit der richtigen Technik zart gemacht werden. Hierzu gibts folgende Tricks:

  • Kleine Stücke schneiden: Eigentlich ganz logisch, denn kleinere Stücke garen viel schneller. Beim Kleinschneiden solltet ihr darauf achten, das Messer quer zur Fleischfaser zuzusetzen. Durch das Schneiden wird die Fleischfaser zerkleinert, wodurch die Struktur verändert wird. Deshalb ist das Fleisch bei der späteren Zubereitung zart und nicht zäh.
  • Weichklopfen: Durch das Weichklopfen werden die Fleischfasern aufgelockert. Am besten eignen sich Fleischklopfer aus Metall denn diese sind schwerer als Holz und brechen die Fleischfasern schnell. Solltet ihr keinen Fleischklopfer zuhause haben, könnt ihr das Fleisch auch mit einer kleinen Pfanne klopfen. Wichtig ist, dass das Fleischstück von allen Seiten gut durchgeklopft wird.
  • Eine tolle Möglichkeit, zähes Fleisch zart und weich zu kriegen, sind Marinaden. Hier kommt es auf die Marinadensäure an diese bricht Fleischfasern auf und macht das Lebensmittel besonders zart. Ich selbst habe Gulasch allerdings vor dem Kochen/Schmoren noch nie mariniert.

So wird euer Gulasch schön zart

Nehm das Fleisch schon einige Zeit vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank damit der Temperaturunterschied beim Anbraten geringer ist.

Ein gutes Gulasch braucht Zeit denn der hohe Anteil von Muskeln und Bindegewebe ist der Grund, wieso das Fleisch so lange und auch langsam geschmort werden muss. Die Muskeln werden zart, das Fett sorgt für den Geschmack und das Fleisch wird schön saftig.

Ob ihr das Fleisch vor dem Schmoren scharf anbratet, ist Geschmacksache. Ihr könnt das Fleisch auch einfach nur sanft im Sud ziehen lassen. Wichtig ist nur, das Gulasch nicht auf höchster Stufen zu schmoren denn sonst wird das Fleisch zäh.

Das Fleisch soll im eigenen Saft garen und nur mit etwas Rotwein oder Brühe (je nach Geschmack) abgelöscht werden. Bei zuviel Flüssigkeit wird das Gulasch gekocht und nicht geschmort. Rindfleisch sollte besonders lange (ca. 2-3 Stunden) geschmort werden.

Zutaten für das perfekte Gulasch

Das perfekte Gulaschrezept gibt es in meinen Augen genauso wenig wie das perfekte Rezept für Bolognesesoße. Gulasch kann auf tausend Arten gekocht werden und fast jede Familie hat ihr eigenes, ultimatives Gulaschrezept.

Neben dem Fleisch sind für mich Zwiebeln die wichtigste Zutat. Die goldene Gulaschregel lautet: 1:1 Fleisch/Zwiebeln Verhältnis. Zwiebeln sind für den Geschmack, die Bindung und Sämigkeit des Gulaschs von entscheidender Bedeutung und daher essentiell.

Ganz wichtig und eigentlich unerlässlich ist Paprika. Welche Paprikamischung man bevorzugt, ist Geschmacksache, je nachdem ob man es lieber mild oder scharf haben möchte. Man sollte den Paprika über Fleisch und Zwiebel stäuben und kurz mit anschwitzen damit sich Aroma entwickelt. Dabei solltet ihr drauf achten, dass der Paprika nicht gebräunt wird, weil er sonst bitter wird.

Ich habe oft schon gelesen, dass ein Schuss Essig ins Gulasch gegeben werden soll. Das habe ich noch nie gemacht denn Essig gehört für mich in kein Gulasch. Sehr wohl aber ein Schuss trockener Rotwein und ein Lorbeerblatt. Majoran hat im Gulasch übrigens auch nichts verloren.

Ein interessanter Trick ist, einen Esslöffel Tomatenmark mit dem Fleisch und den Zwiebeln anzuschwitzen denn dadurch entwickeln sich zusätzliche Röststoffe für einen noch besseren Geschmack. Außerdem nimmt die Soße eine appetitlich, rötliche Farbe an. Zuviel Tomatenmark im Gulasch mag ich persönlich allerdings nicht.

Wenn ihr Gulasch kocht, solltet ihr gleich eine große Portion davon kochen denn man kann es hervorragend einfrieren. Als Beilagen könnt ihr so gut wie alles reichen denn es passen Kartoffeln, genauso gut wie Knödel, Nudeln, Reis oder einfach nur Brot. Habt ihr ein paar tolle Tipps für das perfekte Gulasch oder steht dieses Gericht nicht auf eurer Speisekarte?

Mein persönliches Gulaschrezept verrate ich demnächst auf meinem Foodblock https://frauamannkocht.com

*************************************

VORSCHAU

Von der Eduard Gerlach GmbH gibts was Neues und zwar ausnahmsweise nicht für die Füße, sondern eine Handcreme. Im nächsten Blogpost erwartet euch deshalb ein Produkttest für das neue Cremchen.

*************************************

Wenn du mir einen Kommentar hinterlässt freue ich mich. Du erklärst Dich bei jedem Kommentar mit der Speicherung und Verarbeitung Deiner Daten durch diese Website einverstanden. Weitere Informationen dazu findest Du in meiner Datenschutzerklärung

Mehr Wiggerl, Lifestyle und Geschichten rund um den Hauselch findest du täglich auf Instagram unter Wiggerlsworld. Vielen Dank fürs Lesen.

2 Kommentare

  1. Liebe Michaela, ein anständiges Gulasch ist im Herbst ein Seelentröster. Dein Rezept hört sich prima an. Ich koche Gulasch meistens für zwei Tage. Einmal mit Kartoffeln und einmal mit Nudeln. Alles geschmorte gehört für mich in die kalten Jahreszeiten. Mache es Dir kuschelig. Herzlichst Pet

    Liken

  2. Liebe Pet, ich finde auch, dass Gulasch ein Seelentröster ist. Gibts hier ab Herbst ganz oft, da ich auch auf Vorrat koche und abwechselnd Nudeln oder Kartoffeln dazu esse. Ein herrliches Wochenende für dich und liebe Grüße, Michaela

    Liken

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s