Fußpflege bei Diabetes – ein Interview mit einer Expertin von GEHWOL – TEIL 1

unbezahlte Werbung (dieser Blogpost entstand in Zusammenarbeit mit GEHWOL)

Hallo meine Lieben,

heute möchte ich ein sehr wichtiges Thema aufgreifen, das leider sehr viele Menschen betrifft. Es geht um die Fußpflege bei Diabetes. Ich habe mir als Ansprechpartnerin die GEHWOL Podologin Joana Weingärtner an Board geholt, die sehr gerne alle wichtigen Fragen rund um dieses Thema beantwortet. Joana ist Podologin und behandelte mehrere Jahre lang in ihrer eigenen Praxis.

Die Podologie (medizinische Fußpflege / medizinische Fußbehandlung) beschäftigt sich mit krankhaften Veränderungen der Füße, zum Beispiel an der Fußhaut und den Fußnägeln.

Joana leitet inzwischen die GEHWOL Akademie und gibt ihr Wissen an Fußpfleger*innen und Podolog*innen weiter:

Joana Weingärtner

Die Idee für dieses Interview kam mir beim letzten Zoom-Meeting mit dem Testerclub von Gehwol. Ich fragte mich, ob ihr, meine lieben Leserinnen und Leser eigentlich wisst, was mit euren Füßen passiert, wenn ihr unter Diabetes leidet? Hier meine laienhafte Erklärung:

Durch hohe Blutzuckerkonzentrationen kann es zur Schädigung der Nerven und zu einer schlechten Durchblutung der Füße kommen. Die durch Diabetes bedingten Stoffwechselstörungen können den Zustand der Haut an den Füßen verändern. Das kleinere Übel ist, dass die Haut dadurch sehr trocken, rissig und schuppig wird. Das größere Übel ist jedoch, dass es zu veränderten Gefühlswahrnehmungen an den Füßen kommen kann.

Man darf die Fußpflege deshalb keinesfalls unterschätzen denn Diabetes kann auch Arterien verengen und die Reizleitung der Nerven herabsetzen. Verletzungen, Blasen, Geschwüre werden nicht mehr gefühlt und der Körper kann diese Wunden nicht mehr bekämpfen und heilen.

Deshalb sollten eure Füße in regelmäßigen Abständen kontrolliert und gepflegt werden, denn ehe man sich versieht, entsteht aus einer kleinen Verletzung eine offene Wunde.

Damit ihr alles bei der Fußpflege richtig macht, habe ich für Joana ein paar Fragen vorbereitet:

Wie pflege ich als Diabetiker meine Füße richtig?

„Eine regelmäßige Kontrolle der Füße bei jeder Ganzkörperpflege wie Duschen und Baden ist sehr wichtig für Diabetiker. Darüber hinaus spielt die tägliche Pflege mit geeigneten Präparaten eine entscheidende Rolle. Ein gutes Beispiel dafür ist die Gehwol med. Lipidro Creme. In einer Studie konnten wir nachweisen, dass die Durchblutung in der Haut sowie der Feuchtigkeitsgehalt der Hornhautschicht bei regelmäßiger Anwendung ansteigen. Außerdem verringert sich der sogenannte transepidermale Wasserverlust. Das kann weiteren Langzeitfolgen und Komplikationen vorbeugen. Risikobewusstsein und Patienten-Empowerment sind eine wichtige Voraussetzung, damit die Fußpflege beim Profi wahrgenommen und zuhause fortgeführt wird.“

Danke für den Tipp mit der Lipidro Creme liebe Joana, denn dieses Produkt von euch habe ich erst neulich getestet. Wer möchte, darf gerne hier meinen Produkttest nachlesen:

Was passiert, wenn ich die Fußpflege vernachlässige?

„Eine unzureichende Pflege kann zu Defiziten der Hautbarriere führen. Ohne eine schützende Hautbarriere steigt das Infektionsrisiko durch schädliche Bakterien und weitere Erreger. Häufige Probleme sind hier vor allem die Hauttrockenheit, die weitere Folgen wie unelastische Hornhaut bis hin zu Druckgeschwüren (in schweren Fällen Ulkus) mit sich ziehen können. Eine frühzeitige Versorgung und Vorsorge sind essenziell.“

Ich musste des Begriff Ulkus erstmal googeln denn ich hatte das Wort zuvor noch nie gehört. Hier die Erklärung von Wikipedia: „Das Ulcus oder Ulkus, deutsch Geschwür, bezeichnet in der Medizin einen „tiefliegenden Substanzdefekt“ der Haut oder einer Schleimhaut, der nicht traumatischer, sondern z. B. infektiöser, ischämischer oder immunologischer Ätiologie ist. Der Begriff „Wunde“ dagegen umfasst auch Substanzdefekte traumatischer Entstehung.“

Fotocopyright by GEHWOL

Was gibt es speziell bei der Fußnagelpflege zu beachten?

„Es ist empfehlenswert mit risikoarmen Instrumenten zu arbeiten. Klingen und spitze, scharfe Gegenstände sind tabu. Stattdessen kommen Feile und Bimsstein zum Einsatz, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Wenn die Nägel alle 1-2 Wochen je nach Wachstum etwas gefeilt werden, schließt man nicht nur das Verletzungsrisiko aus, sondern neigt auch nicht dazu, die Nägel zu kurz zu schneiden, geschweige denn die Ecken zu entfernen.

Bei Nagelveränderungen von Struktur oder Farbe sollten diese am besten durch Fachpersonal abgeklärt werden. In frühen Stadien bei beispielsweise Nagelpilz sind die Chancen für einen Therapieerfolg durch lokale Maßnahmen och gut und sind einer systemischen Therapie mit oralen Medikamenten vorzuziehen.“

Welche Produkte sollten verwendet werden bzw. welche Produkte sollten keinesfalls angewendet werden?

„Das kommt immer auf den Hautzustand an. Bei einer normalen bis trockenen Haut eignen sich Produkte, die einen ausgewogenen Feuchtigkeits- und Lipidanteil mit sich bringen. Wichtig ist jedoch nicht allein das Produkt mit seinen Wirkstoffen. Vor allem die Häufigkeit der Anwendung ist ausschlaggebend. Da wir täglich unterschiedlichen schädigenden Faktoren ausgesetzt sind, sollten wir auch täglich pflegen.

Bei speziellen Problemen wie Hühneraugen oder Druckstellen sollten die Inhaltsstoffe allerdings gut ausgewählt werden. Vor allem Hühneraugenpflaster oder Warzentinkturen sind häufig mit Säure versetzt. Gerade bei Diabetikern mit Nervenschädigungen kann die Anwendung deshalb eine Gefahr darstellen. Pflaster könnten beim Tragen verrutschen und gesunde Hautareale in Mitleidenschaft ziehen. Im Fall von Tinkturen stellen die Anwendung und das gezielte Auftragen oft ein Problem bei den Betroffenen dar. In solchen Fällen ist professionelle Unterstützung zu empfehlen.“

Vielen Dank liebe Joana für die Beantwortung all meiner Fragen. Im zweiten Teil des spannenden Interviews habe ich noch ein paar weitere Fragen vorbereitet.

Habt ihr denn noch Fragen? Ich bin sicher, dass ich eure Fragen an das Team von Gehwol zur Beantwortung weiterleiten darf.

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Vorschau

Kommenden Mittwoch gibts wieder ein leckeres Rezept für euch.

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Mehr Wiggerl, Lifestyle und Geschichten rund um den Hauselch findest du auf Instagram oder besuche mich auf meinem Foodblog https://frauamannkocht.com. Vielen Dank fürs Lesen.

6 Kommentare

  1. Dieses Thema sollten nicht nur Diabetiker:innen ernst nehmen, sondern eigentlich jeder. Die Füße tragen uns ein Leben lang !
    Besonders unangenehm berührt bin ich im Sommer, wenn die Sandalen die ungepflegten Fersen, Nägel preisgeben!
    Da hilft auch das schicke Kleidchen noch das tolle Make up
    Danke, dass Du das Thema aufgreifst
    Lg Meggie

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  2. Hallo Michaela 🌻
    gesunde … gepflegte 👣 Füße 👣 machen etwas her… für Menschen mit Diabetes bedeutet Fußpflege allerdings mehr als Kosmetik … und daher 🤗 … ein sehr schönen Beitrag über die 👣Fußpflege bei Diabetes 👣 👍
    Liebe Grüße Arlette und genieß dein Urlaub 🇺🇸 🌻

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  3. Liebe Michaela, meine Mama hat Diabetes und hat sich jahrelang nicht um ihre Füsse gekümmert. Dann haben wir Kinder ihr Gutscheine für Fusspflege geschenkt. Die Podologin war entsetzt über die Füße. Seitdem geht meine Mama regelmäßig und hat keine Beschwerden mehr. Mich hat das damals so erschreckt, dass ich sehr viel Wert auf die Pflege meiner Füße lege. Und Gehwol hat gute Rezepte für gesunde und gepflegte Haut an den Füßen. Liebste Grüße Pet

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  4. Liebe Meggie, vielen Dank für dein Feedback. Ich sehe es ganz genauso wie du, die Fußpflege kommt leider bei vielen viel zu kurz und es ist im Sommer ganz schrecklich anzuschauen wie schlimm manche Füße aussehen. Ich werde noch viel öfter über Fußpflege berichten und freue mich sehr, dass du interessiert mit liest. Viele liebe Grüße, Michaela

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  5. Liebe Arlette, ich freue mich über jeden deiner Kommentare. Ich hoffe, du hast auch Teil zwei über die Fußpflege mit Diabetes gelesen. Viele herzliche Grüße aus Kalifornien, Michaela

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  6. Liebe Pet, vielen Dank für deinen sehr interessanten Beitrag zum Thema. Ich glaube auch, dass man mit der richtigen Pflegeschadensbegrenzung betreiben kann. Fußpflege wird leider Gottes von vielen unterschätzt. Wir beide haben ja unsere Lieblingsfirma gefunden, nicht wahr? Liebste Grüße zurück, Michaela

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